Umfrage: Sprachkenntnisse

Sprichst du spanisch und wenn ja, wie gut?

Ich spreche fließend spanisch
14
13%
Ich spreche gut genug, um mich mit Spaniern auch länger unterhalten zu können
24
23%
Ich spreche so gut, dass ich auch vor Behördengängen und Arztbesuchen keine Angst habe.
12
12%
Ich spreche ein paar Sätze, gut genug für Einkauf und Restaurant
29
28%
Ich kenne die wichtigsten Vokabeln und erledige den Rest mit Händen und Füßen
8
8%
Ich verstehe ein bisschen, mit dem Sprechen klappt es aber nicht so
10
10%
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass mich die anderen verstehen, auch wenn ich keine Spanischkenntnisse besitze
7
7%
 
Abstimmungen insgesamt: 104

Marybell
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Re: Umfrage: Sprachkenntnisse

Beitragvon Marybell » Mi 27. Mär 2013, 22:41

Ok,alle Minderjährigen schon im Bett?
@ Anna:
Dazu passt,was mir eine Spanischlehrerin erzählte:Sie sind die reflexiven Verben in der Klasse durchgegangen,wie z.B.
"me ducho", "me siento" etc.
"Aaah,"sagte ihre schon etwas ältere Schülerin "....,dann war es doch richtig als ich letztens im Supermarkt in Eile war und sagte .
"me corro".... >:)

@Baufred: Da fehlt doch noch ne Wörterliste :d
ciao Marybell

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vitalista
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Re: Umfrage: Sprachkenntnisse

Beitragvon vitalista » Mi 27. Mär 2013, 22:48

Marybell hat geschrieben:Ok,alle Minderjährigen schon im Bett?
@ Anna:
Dazu passt,was mir eine Spanischlehrerin erzählte:Sie sind die reflexiven Verben in der Klasse durchgegangen,wie z.B.
"me ducho", "me siento" etc.
"Aaah,"sagte ihre schon etwas ältere Schülerin "....,dann war es doch richtig als ich letztens im Supermarkt in Eile war und sagte .
"me corro".... >:)

@Baufred: Da fehlt doch noch ne Wörterliste :d



:oops: :oops: =)) =))
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Re: Umfrage: Sprachkenntnisse

Beitragvon baufred » Mi 27. Mär 2013, 22:56

Marybell hat geschrieben:@Baufred: Da fehlt doch noch ne Wörterliste :d

... zu reflexive Verben :?: ... das ist doch zu einfach .... :mrgreen: kann doch jeder nachschlagen

... ne, in Arbeit sind "Modismen" > spezielle Wendungen mit einem "Wortgehalt", der nicht der 1:1 Übersetzung entspricht ... die sind für das "Alltagsschwätzchen" mit dem spanischen Nachbarn viel interessanter .... und die gibt's nun mal nicht so in der Buchhandlung "um die Ecke" zu kaufen ... aber die ersten zaghaften Exemplare einiger mutiger Autoren mit den einfachen Varianten haben in den letzten paar Jahren schon ein, zwei Verlage auf den dtsch. Markt (z.B.Hueber, Langenscheidt) gebracht - stehen aber üblicherweise nicht in den Buchhandlungen im Regal, sondern müssen extra bestellt werden ... ist halt schon was Spezielles .... die Zusammenstellung wird aber übersichtlich bleiben und sich auf einige Dutzend "knackige" Begriffe beschränken ...

... aber noch mal zu "me corro" ... 'nen passenden Song:
http://www.youtube.com/watch?v=3oc_Q81RKho
... ist auch in D nicht gesperrt :>
Saludos -- baufred --

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Re: Hallo aus der Urbanisation La Marina

Beitragvon lobo » Do 18. Apr 2013, 21:00

rainer hat geschrieben:Na ja, lobo, so ganz zufällig war meine Bemerkung ehrlich gesagt nicht, denn du hattest ja gerade in einem Link zu deiner Website geleitet (Anekdoten), in der es unter anderem heißt:

Viele von unseren Landsleuten hier an der südlichen Costa Blanca tun nämlich alles Mögliche,
nur nicht sich integrieren!
Wer jetzt erstaunt oder ungläubig den Kopf schüttelt, den fragen wir: Wie viele Deutsche in Spanien kennen Sie persönlich, die die spanische Sprache sprechen bzw. dabei sind, sie zu erlernen (über ein “hola”, “adiós” und “una cerveza” hinaus)
an den letzten spanischen Kommunalwahlen im Mai dieses Jahres teilgenommen haben
bei der letzten Eigentümerversammlung anwesend waren
innerhalb der letzten paar Tage nur 5 Minuten am Stück mit einem Spanier/einer Spanierin gesprochen haben (in dessen/deren Muttersprache),
nur um ein paar Beispiele zu nennen. Die Liste lässt sich beliebig verlängern, es handelt sich nur um Indizien, an denen sich erkennen lässt, ob man wirklich Integration lebt oder lediglich als Lippenbekenntnis vor sich herträgt.
Als wichtigster Punkt erscheint uns die Sprache des Gastgeberlandes. In einem Zeitungsartikel der CBN konnte man kürzlich über eine Deutsche lesen, die sich wirklich in Spanien integriert hat. In dem Beitrag trifft sie eine Menge wahrer Aussagen – hier die unserer Meinung nach schönste und wichtigste: “Sie (die Spanier; Anmerkung der Redaktion) freuen sich, wenn man ihre Sprache spricht. Damit zollt man seinen Gastgebern Respekt, und der wird mit Hilfe und Freundlichkeit belohnt” (Quelle: CBN Druckausgabe Nr. 1446 v. 02.09.2011, Seite 54).
Diese Einstellung verdient wiederum unseren Respekt, denn wer sich so unvoreingenommen und aufgeschlossen präsentiert, der wird auch automatisch integriert. Es wäre wünschenswert, wenn sich mehr Deutsche unseren spanischen Gastgebern, dem Land sowie den Sitten und Gebräuchen annäherten; die Betonung liegt dabei auf “annähern”. Dann könnte der eine vom anderen lernen und Europa würde wieder ein wenig weiter zusammenwachsen.


So recht wie du damit hast, so eine Segen ist es aber doch beruflich sicherlich für dich, wenn noch genügend Residenten in La Marina und sonstwo sind, die auf deutsch und englisch sprechende Handwerker, auf Übersetzungs- Dienstleistungen, spanischsprachige Unterstützung bei Behördenkontakten und, und, und...angewiesen sind. Oder?


Auf den ersten Blick hast Du recht, Rainer, aber ich glaube, Du musst das ein bisschen differenzierter sehen.

Leute, die sich integrieren und die Sprache des Gastlandes lernen, um sich wenigstens in einfachen Gesprächen unterhalten zu können, einkaufen zu gehen oder im Restaurant zu bestellen, brauchen trotzdem jemanden wie uns, weil es meistens etwas komplizierter wird (nicht nur sprachlich), wenn es um eine Anzeige bei der Polizei, einen Arztbesuch oder eine Fahrzeugummeldung geht. Man kann sich auch mit wenigen Sprachkenntnissen gut integrieren und trotzdem in bestimmten Situationen sprachliche Hilfe beanspruchen. Das ist kein Widerspruch.

Im übrigen finden wir etwa 80 Prozent unserer Übersetzungsaufträge über das Internet bzw. durch spanische Firmen und Dienstleister als Auftraggeber und nicht durch den nicht spanischsprechenden Residenten oder Urlauber etc.; denn die qualifizierten schriftlichen Übersetzungen, vor allen Dingen die beglaubigten, erfolgen meistens in der Richtung Spanisch - Deutsch.

Beim Dolmetschen ist das Verhältnis eher umgekehrt; allerdings macht das Dolmetschen nur einen geringen Teil unserer Arbeit aus.

Also, wir würden auch überleben, wenn alle hier Spanisch sprächen. Denn wenn es ans Eingemachte geht, werden wir gebraucht - und nicht, um für jemanden an der Fleischtheke das Gulasch zu bestellen.

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Re: Hallo aus der Urbanisation La Marina

Beitragvon nixwielos » Do 18. Apr 2013, 21:03

@ lobo: >:d< :-D
Viele Grüße von Nicole und Stefan!
Life is too short to drink bad wine
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Hallo aus der Urbanisation La Marina

Beitragvon lobo » Do 18. Apr 2013, 21:30

So, und jetzt noch ein paar Anmerkungen zu dem Thema unserer deutschen Landsleute hier in Spanien, speziell in der Urbanisation La Marina. Denn nur für hier kann ich eine Meinung abgeben, in anderen Regionen habe ich kaum eigene Erfahrungen gemacht.

Vielleicht sollte ich vorwegschicken, dass es auch nicht nur um den Deutschen geht, sondern dass beispielsweise der Engländer keinen Deut besser ist; im Gegenteil, da Englisch eigentlich überall gesprochen wird, sind die Briten fast noch bequemer als viele andere Nationalitäten und geben sich (vielleicht) noch weniger Mühe. Ist aber meine persönliche Meinung.

Dann sollte man natürlich nicht den Fehler begehen und alles und jeden über einen Kamm scheren. Ich könnte jetzt sagen, es gibt auch Ausnahmen. Falsch! In der Regel sind nämlich unsere Landsleute hier an der Küste so gut oder schlecht wie alle anderen auch und mehr oder weniger in Ordnung. Jeder hat so seine Macken, nicht nur nationenabhängig, rein menschlich gesehen. Aber grundsätzlich habe ich keine Probleme hier mit meinen Landsleuten, auch nicht mit Engländern, Skandinaviern, Franzosen etc.

Was ich in meinen Anekdoten berichte, sind Einzelfälle. Ich schreibe darüber, weil ich sonst wahrscheinlich bei irgendeinem Psycho auf der Liege eine Therapie machen müsste. Also schreibe ich mir in meinem Blog so von der Seele, was mir auf den Zwirn geht. Nebenbei gesagt, ich schreibe ja auch nette Geschichten und über positive Erlebnisse. Aber wer es noch nicht weiß: der Mensch möchte lieber blutrünstige Sachen lesen als über Friede, Freude und Eierkuchen zu hören. Ist mit dem Fernsehen das gleiche.

Noch einmal: Der Durchschnittsdeutsche in La Marina ist wirklich ok, wir haben hier sehr viele nette Kontakte und kommen mit den meisten unserer Landsleute klar, genau wie mit den Briten usw. Trotzdem gibt es Großmäuler, Ignoranten, unangenehme Zeitgenossen etc. - aber die gibt es überall. Wenn man ganz ehrlich ist, muss man zwar einräumen, dass der Anteil der Negativbeispiele gemessen am Bevölkerungsanteil der Deutschen hier relativ hoch ist. Aber wir leben hier ja auch in einer Exklave mit ein paar tausend Deutschen. In der Heimat leben 80 Millionen, da ist der Anteil der "Bösen" wesentlich geringer. Ist eine reine Rechenaufgabe.

Ich muss Mona insoweit recht geben, dass die Häufigkeit von nicht so guten Erfahrungen mit Landsleuten ungewöhnlich hoch ist. Aber in unserem Fall betrifft das eigentlich mehr den Wettbewerb als die Kundschaft. Bei letzterer gibt es zwar auch manchmal böse Überraschungen, und manchmal wird man auch regelrecht verarscht (egal, wieviel Erfahrung und Menschenkenntnis man hat - es gibt Leute, die schauen Dir lächelnd in die Augen und wetzen gleichzeitig hinter ihrem Rücken bereits die Klinge). Aber das ist eher die Ausnahme, nicht die Regel.

Also, bevor ich mich jetzt verzettele oder es langweilig werden sollte: Unsere schlechtesten Erfahrungen haben wir tatsächlich mit unseren eigenen Landsleuten. Aber es sind eben nicht viele. Die meisten Begegnungen und Kontakte mit unseren Landsleuten sind einfach nur normal (sowohl im geschäftlichen wie auch im privaten Bereicht) - was immer das für den einzelnen heißen mag. :mrgreen:

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Re: Hallo aus der Urbanisation La Marina

Beitragvon lillyewig » Do 18. Apr 2013, 21:44

Hallo liebe Leute, die Mama von Lilly hier....soll ich euch mal was lustiges erzählen über eure URB La Marina....da sprechen auch die Spanier Deutsch... ist kein Witz, ich habe letztens auf eine Anzeige geantwortet und ein netter Mann war am Telefon der wie ich Deutsch sprach...und dann wollte er mir ein Haus zeigen...die Anzeige war in dem costa blanca Blättchen und so...also ging ich von einem Deutschen aus...aber er war Spanier und sei Freund kommt aus Madrid....was sagt uns das???
auch Spanier können Deutsch ??? Nee, mal ernst die einen wollen eine Sprache lernen,die anderen Beherrschen eine Sprache und die anderen quälen sich, aber die meisten nehmen es sich vor die Sprache zu erlernen...was meint ihr???

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Re: Hallo aus der Urbanisation La Marina

Beitragvon lobo » So 28. Apr 2013, 10:37

Ich glaube, dass es im Großen und Ganzen kein Problem mit der Sprache gibt. Der "Durchschitts-Nichtspanier" bemüht sich, wenigstens ein Grundvokabular zu erlernen, das es ihm ermöglicht, einkaufen zu gehen oder ins Restaurant. Und unsere Gastgeber, die Spanier sind ja auch sehr bemüht, auf uns "Ausländer" zuzugehen und es uns nicht unnötig schwer zu machen; soll heißen, dass viele Spanier zumindest ein paar Brocken Englisch oder Deutsch sprechen.

Irgendwie klappt es dann doch immer wieder; manchmal zwar mit Händen und Füßen, aber zum Schluß sind fast immer alle zufrieden und lächeln einander an. Das sind zumindest meine Erfahrungen.

Fast immer ... - wenn da nicht diese Ausnahmen wären, die sich schlichtweg weigern, eine Fremdsprache nicht einmal in seinen Grundzügen zu erlernen. Aber ich glaube, über die brauchen wir uns auch nicht weiter zu unterhalten; das sind die unverbesserlichen Besserwisser, die Ignoranten, die nach dem Motto leben "alles hört auf mein Kommando"... Interessiert die eigentlich irgendjemand von Euch wirklich?

Mich nicht die Bohne. Nur wenn ich auf so eine Lebensniete treffe, wie er sich ungehobelt einem Spanier oder einer Spanierin gegenüber verhält und von denen erwartet, dass sie seine Sprache beherrschen und ihn verstehen, wenn er fordert: "Ich will Brot, ich will Schwarzbrot!" So einem Zeigenossen stopfe ich dann schon mal sein Schwarzbrot ins Maul, damit Ruhe ist!

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Re: Hallo aus der Urbanisation La Marina

Beitragvon sol » So 28. Apr 2013, 11:10

lobo hat geschrieben:Ich glaube, dass es im Großen und Ganzen kein Problem mit der Sprache gibt. Der "Durchschitts-Nichtspanier" bemüht sich, wenigstens ein Grundvokabular zu erlernen, das es ihm ermöglicht, einkaufen zu gehen oder ins Restaurant. Und unsere Gastgeber, die Spanier sind ja auch sehr bemüht, auf uns "Ausländer" zuzugehen und es uns nicht unnötig schwer zu machen; soll heißen, dass viele Spanier zumindest ein paar Brocken Englisch oder Deutsch sprechen.

Irgendwie klappt es dann doch immer wieder; manchmal zwar mit Händen und Füßen, aber zum Schluß sind fast immer alle zufrieden und lächeln einander an. Das sind zumindest meine Erfahrungen.


wie recht du hast- Lobo-
meine Erfahrungen damals 2000-2004 waren die gleichen.Heutzutage aus "unserem" Hotel---
dort sind meist Spanier, Engländer, Franzosen und paar Deutsche vertreten- es kommuniziert sich
wunderbar mit Brocken oder Bröckchen in der entsprechenden Sprache.Jedenfalls, diejenigen , die WOLLEN.
Beim "Gespräch" kommen dann Gemeinsamkeiten heraus - ach ja --dann und dann waren wir in Deutschl. etc.
Es ist jedesmal schon ein Erlebnis mit den Europäern.

Aus unserer Spanienzeit- der Sohn unserer Gestoria -ein REINER Spanier mit entsprechendem Auftreten,
konnte fliessend englisch und deutsch und unterhielt sich mit uns entsprechend. Im Büro mit seinen leuten
sprach er nur spanisch und diese mußten es uns übersetzen----------
Gruss aus Berlin--
Wolfgang und Traudel

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Re: Hallo aus der Urbanisation La Marina

Beitragvon ville » So 28. Apr 2013, 12:24

Hallo Lobo ,

hier erst ma' ein später Willkommensgruß aus Moraira! Du scheinst ja reichlich Zeit zu haben, deine postings zu schreiben. Schaffst wohl nix während der Arbeitszeit ?! (Scherz)

lobo hat geschrieben:Ich glaube, dass es im Großen und Ganzen kein Problem mit der Sprache gibt. ....................... Und unsere Gastgeber, die Spanier sind ja auch sehr bemüht, auf uns "Ausländer" zuzugehen und es uns nicht unnötig schwer zu machen; soll heißen, dass viele Spanier zumindest ein paar Brocken Englisch oder Deutsch sprechen.

Irgendwie klappt es dann doch immer wieder; manchmal zwar mit Händen und Füßen, aber zum Schluß sind fast immer alle zufrieden und lächeln einander an. Das sind zumindest meine Erfahrungen.


Ich pflichte dir in Vielem bei, will aber zum Themea Sprache einwenden: Die Fähigkeit, es den Ausländern nicht unnötig schwer zu machen, haben sich die SpanierInnen allenfalls dort angeeignet, wo sie Gelegenheit dazu hatten (im häufigen oder ständigen Kontakt mit Zugereisten) oder durch Reisen.
Meine Erfahrung ist die: wenn ich es geschafft habe, einen spanischen Satz flüssig anzubringen, dann bekomme ich von Unbekannten die Antwort in der Regel "Wasserfall-mäßig" zurück. Dies wiederholt trotz der Bitte "mas despacio".
Artikulation läuft beim Menschen nach erlerntem "Grundmuster" ab, und das spanische ist ein schnelles ! Ich hatte im Beruf u.a. mit dem Thema Kommunikation zu tun und weiß daher aus Erfahrung, wie schwer es ist, jemanden zur langsameren und deutlichen Artikulation zu bewegen.
Was will ich damit sagen, bezogen auf meine Sichtweise und meinen sozialen Hintergrund: wenn dieses (eher spanische) Grundverhalten auf das andere trifft (MitteleuropäerIn im gehobenen Alter, Grundkenntnisse in Castellano, aber oft keine Grundbildung in einer romanischen Sprache, nachlassende Flexibilität und Gehör**, nachlassendes Kurzzeitgedächtnis**..., keine Notwendigkeit, Spanisch zu lernen... ), dann ist Kommunikation erschwert. Ich selbst habe weniger Probleme, weil ich mich selten scheue, meine bescheidenen Kenntnisse einzusetzen. Das geht nicht allen so.
Ich stelle fest: Es kommt bei mir/uns kaum zu Kontakten mit SpanierInnen im privaten Bereich, und sicher ist eine Ursache das Sprachproblem. Dazu kommt, dass wir älteren Zugereisten uns deutlich von Spaniern/Innen unseres Alters unterscheiden, oft schon rein optisch, aber auch bezüglich der Interessenlage.
Bis zur viel diskutierten Integration ist ein weiter Weg, den, wenn überhaupt, i.d.R. eher Jüngere und Berufstätige erfolgreich angehen werden. (In der CBN steht gerade ein Bericht über Untersuchungen in diesem Zusammenhang)

**natürlicher Prozess; stelle ich bei mir fest, bin knapp 70

Uff. So viel wollte ich eigentlich gar nicht schreiben.
Gruß, auch an andere Leser/Beteiligte: ville


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