Asylanten

Hier können politische Themen diskutiert werden, die von allgemeinem Interesse sind und nichts mit Spanien zu tun haben.
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Montemar
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Re: Asylanten

Beitrag von Montemar » Di 8. Apr 2014, 14:13

georg.vt hat geschrieben: Das ist mir klar!
Aber, in dem vorherigen Post stand, dass die Migranten/Residenten aus Deutschland das spanische Gesundheitswesen belasten. Meine Frage war nun ob das spanische Gesundheitswesen nicht Ersatz von den deutschen GKV erhalten, für die Entstandenen Kosten? Bzw das spanische Gesundheitswesen die tatsächlichen Kosten, die ein deutscher Resident verursacht, von den deutschen GKV ersetzt bekommt?
Also, wenn das so ist, belastet kein deutscher Resident das spanische Gesundheitswesen, weil ja die Kosten aus dem deutschen GKV Etat bezahlt wird.

Ich habe mit keinem Wort geschrieben, daß die deutschen Residenten das spanische Gesundheitswesen finanziell belasten, sondern: Das öffentliche Gesundheitssystem ist mangels ausreichender Ärztezahl und Investitionen vielerorts überlastet. Spaniens Bevölkerung ist in den letzten Jahren durch Millionen nichteuropäischer Immigranten und den Zuzug von hunderttausenden EU-Residenten stark gewachsen, die Gesundheits-Infrastruktur hat damit nicht Schritt gehalten!

Oder bist Du da anderer Meinung? Hast Du keine Probleme, wochen- wenn nicht monatelang z.B. auf einen wichtigen Untersuchungstermin zu warten, dann bist Du wahrscheinlich die berühmte Ausnahme!
„Was nützt es dem Menschen, wenn er Lesen und Schreiben gelernt hat, aber das Denken anderen überlässt?" Ernst R. Hauschka

georg.vt
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Re: Asylanten

Beitrag von georg.vt » Di 8. Apr 2014, 18:26

Montemar hat geschrieben:
georg.vt hat geschrieben: Das ist mir klar!
Aber, in dem vorherigen Post stand, dass die Migranten/Residenten aus Deutschland das spanische Gesundheitswesen belasten. Meine Frage war nun ob das spanische Gesundheitswesen nicht Ersatz von den deutschen GKV erhalten, für die Entstandenen Kosten? Bzw das spanische Gesundheitswesen die tatsächlichen Kosten, die ein deutscher Resident verursacht, von den deutschen GKV ersetzt bekommt?
Also, wenn das so ist, belastet kein deutscher Resident das spanische Gesundheitswesen, weil ja die Kosten aus dem deutschen GKV Etat bezahlt wird.

Ich habe mit keinem Wort geschrieben, daß die deutschen Residenten das spanische Gesundheitswesen finanziell belasten, sondern: Das öffentliche Gesundheitssystem ist mangels ausreichender Ärztezahl und Investitionen vielerorts überlastet. Spaniens Bevölkerung ist in den letzten Jahren durch Millionen nichteuropäischer Immigranten und den Zuzug von hunderttausenden EU-Residenten stark gewachsen, die Gesundheits-Infrastruktur hat damit nicht Schritt gehalten!

Oder bist Du da anderer Meinung? Hast Du keine Probleme, wochen- wenn nicht monatelang z.B. auf einen wichtigen Untersuchungstermin zu warten, dann bist Du wahrscheinlich die berühmte Ausnahme!
Das ist in Deutschland nicht anders. Ich habe am 23.Juni dieses Jahr einen Termin beim Kardiologen in Deutschland, hab den vor 4 Wochen ausgemacht. Bin kein Notfall. Also auch in good old Germany bist du, wenn du in der AOK bist, der gekniffene.
Ich erlebe das ständig. Die fragen nicht mal mehr ob du privat bist, sondern schauen in den Computer und da steht AOK. Dann bist du auf der Warteliste und die kann auch Monate lang sein.
Das ist teilweise so, dass du, wenn du den Facharzt wechseln willst dir erstmal die Finger wund Wählst bis dich ein neuer nimmt. Oder wenn du einen neuen Hausarzt suchst wirst du reihenweise mit den abenteuerlichsten Ausreden abgewimmelt. :-s
Also wir bei der GKV sind überall nur Bittsteller, leider :-?

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Oliva B.
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Re: Asylanten

Beitrag von Oliva B. » Di 8. Apr 2014, 19:37

georg.vt hat geschrieben:Das ist in Deutschland nicht anders. Ich habe am 23.Juni dieses Jahr einen Termin beim Kardiologen in Deutschland, hab den vor 4 Wochen ausgemacht. Bin kein Notfall. Also auch in good old Germany bist du, wenn du in der AOK bist, der gekniffene.
Ich erlebe das ständig. Die fragen nicht mal mehr ob du privat bist, sondern schauen in den Computer und da steht AOK. Dann bist du auf der Warteliste und die kann auch Monate lang sein.Das ist teilweise so, dass du, wenn du den Facharzt wechseln willst dir erstmal die Finger wund Wählst bis dich ein neuer nimmt. Oder wenn du einen neuen Hausarzt suchst wirst du reihenweise mit den abenteuerlichsten Ausreden abgewimmelt. :-s
Also wir bei der GKV sind überall nur Bittsteller, leider :-?
Während Privatpatienten gefragt werden, welcher Termin in den nächsten Tagen genehm wäre... :evil:
Zweiklassengesellschaft!

PS: Hallo Georg, wärst du bereit, uns etwas mehr von dir zu erzählen? Z.B. hier? :)

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Re: Asylanten

Beitrag von Montemar » Di 8. Apr 2014, 20:31

Vor allem bei Kardiologen und Augenärzten. Na ja, auch AOK-Chef sieht hier die Politik gefordert, die Benachteiligung von GKV-Versicherten gegenüber PKV-Versicherten bei der Terminvergabe und den Wartezeiten abzuschaffen. So könnte etwa per Gesetz konkretisiert werden, welche Wartezeit den Patienten zuzumuten sei.

Soziale Gerechtigkeit (und das schreibe ich hier bewußt ohne Anführungszeichen) ist dann hergestellt, wenn der Mensch vor den Mammon gestellt wird und Leistung nach Bedarf erbracht wird, anstelle nach Geldbeutel! Zumindest haben wir in den Städten das Glück, daß es wenigstens noch Fachärzte gibt; in den ländlichen Regionen müssen manche Patienten auch noch etliche Kilometer fahren.
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Re: Asylanten

Beitrag von georg.vt » Di 8. Apr 2014, 22:12

Montemar hat geschrieben:Vor allem bei Kardiologen und Augenärzten. Na ja, auch AOK-Chef sieht hier die Politik gefordert, die Benachteiligung von GKV-Versicherten gegenüber PKV-Versicherten bei der Terminvergabe und den Wartezeiten abzuschaffen. So könnte etwa per Gesetz konkretisiert werden, welche Wartezeit den Patienten zuzumuten sei.

Soziale Gerechtigkeit (und das schreibe ich hier bewußt ohne Anführungszeichen) ist dann hergestellt, wenn der Mensch vor den Mammon gestellt wird und Leistung nach Bedarf erbracht wird, anstelle nach Geldbeutel! Zumindest haben wir in den Städten das Glück, daß es wenigstens noch Fachärzte gibt; in den ländlichen Regionen müssen manche Patienten auch noch etliche Kilometer fahren.
Wenn den Leuten nichts mehr einfällt dann schreien sie nach der Politik! Die GKV’s haben genug Macht um solche Auswüchse zu beenden. Ich wollte mich auch mal über einen Facharzt bei der AOK Beschweren weil er sich einfach nicht an die Regeln für Kronikerpatienten gehalten hat. Ich bin gegen Gummiwände gerannt. Kein wollte und war Zuständig und zum Schluss kam raus, dass man sich gar nicht einmischen wollte.

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Re: Asylanten

Beitrag von maxheadroom » Di 8. Apr 2014, 22:29



Hola todos,

da gibt es nichts um sich zu ärgern, die Zahlen liegen alle schon lang auf dem Tisch :mrgreen: wie schon erwähnt es ist der Anfang der sich in einigen Bereichen bemerkbar wird. Nur ein kleines Faktum: Nach Berechnungen der UN werden im Jahr 2050 mehr als 9 Milliarden Menschen auf der Erde leben. 100 Jahre zuvor waren es nur 2,5 Milliarden. >:) Was glaubt ihr was dies bedeutet >:) und zwar in allen Bereichen. Selbst wenn es ab sofort zu einem Stillstand der Entwicklung kommt bedeutet es in eingen Jahren haben wir mit einem massiven Problem von einer gewaltigen Masse an "alten" Menschen zu rechnen #:-s und ganz klar ist auch eben das bestreben sich von Gegenden fortzubewegen wo die Perspektiven schlechter sind. Wenn dann auch noch gravierende kulturelle Unterschiede da sind kann man sich leicht ausmalen wie die Zukunft aussieht. Da ist eine gewaltige Anstrengung notwendig respektive müsste schon heute vielerlei in die Wege geleitet werden und ich wage zu sagen wir werden schon in wengen Jahren gewaltige Umwälzungen in allen Lebensbereichen erleben. :mrgreen:
Gegen die ein wenig warten auf einen Arzttermin wie eine Lapalie sind >:) >:) >:) >:)

Saludos
maxheadroom




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Pan de ayer, carne de hoy y vino de antaño, salud para todo ano
Soy optimista, incluso mi tipo de sangre es positiva.
La buena vida es cara. Hay otra más barata - pero esa no es vida.

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Re: Asylanten

Beitrag von georg.vt » Di 8. Apr 2014, 22:39

maxheadroom hat geschrieben:

Hola todos,

da gibt es nichts um sich zu ärgern, die Zahlen liegen alle schon lang auf dem Tisch :mrgreen: wie schon erwähnt es ist der Anfang der sich in einigen Bereichen bemerkbar wird. Nur ein kleines Faktum: Nach Berechnungen der UN werden im Jahr 2050 mehr als 9 Milliarden Menschen auf der Erde leben. 100 Jahre zuvor waren es nur 2,5 Milliarden. >:) Was glaubt ihr was dies bedeutet >:) und zwar in allen Bereichen. Selbst wenn es ab sofort zu einem Stillstand der Entwicklung kommt bedeutet es in eingen Jahren haben wir mit einem massiven Problem von einer gewaltigen Masse an "alten" Menschen zu rechnen #:-s und ganz klar ist auch eben das bestreben sich von Gegenden fortzubewegen wo die Perspektiven schlechter sind. Wenn dann auch noch gravierende kulturelle Unterschiede da sind kann man sich leicht ausmalen wie die Zukunft aussieht. Da ist eine gewaltige Anstrengung notwendig respektive müsste schon heute vielerlei in die Wege geleitet werden und ich wage zu sagen wir werden schon in wengen Jahren gewaltige Umwälzungen in allen Lebensbereichen erleben. :mrgreen:
Gegen die ein wenig warten auf einen Arzttermin wie eine Lapalie sind >:) >:) >:) >:)



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Zuletzt geändert von georg.vt am Di 8. Apr 2014, 22:40, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Asylanten

Beitrag von majmi » Di 8. Apr 2014, 22:39

sol hat geschrieben:da rege ich doch gar nicht erst auf---------

Solange ich die Leistungen von meiner Kasse erhalte, die ich benötige,
kann es mir doch eigentlich egal sein,
was mein Nachbar oder irgendein anderer Mensch bekommt
Da haben wir ein weiteres Problem in Deutschland und drumherum:
Die größte Wählerschaft in Deutschland erreicht bald über 50% (seniler) Rentner, die für ihren Zahnersatz nicht mehr arbeiten müssen.
Deshalb ist es ihnen auch egal, dass die Erwerbstätigen außer ihren eigenem Zahnersatz auch noch den ihrer Eltern und Kinder finanzieren/erwirtschaften müssen. Hauptsache ein Wahlplakat suggeriert Ihnen, dass sie nicht auf der "Felge" kauen müssen.
Solange deren Zahnersatz garantiert ist, können die Erwerbstätigen ja ruhig auch noch bedenkenlos für neue Zähne der Asylanten, Hartz4-ler... buckeln
Zuletzt geändert von majmi am Di 8. Apr 2014, 23:13, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Asylanten

Beitrag von maxheadroom » Di 8. Apr 2014, 22:49

majmi hat geschrieben:
sol hat geschrieben:da rege ich doch gar nicht erst auf---------

Solange ich die Leistungen von meiner Kasse erhalte, die ich benötige,
kann es mir doch eigentlich egal sein,
was mein Nachbar oder irgendein anderer Mensch bekommt
Da haben wir ein weiteres Problem in Deutschland und drumherum:
Die größte Wählerschaft in Deutschland erreicht bald über 50% Rentner, die für ihren Zahnersatz nicht mehr arbeiten müssen.
Deshalb ist es ihnen auch egal, dass die Erwerbstätigen außer ihren eigenem Zahnersatz auch noch den ihrer Eltern und Kinder finanzieren müssen. Hauptsache ein Wahlplakat suggeriert Ihnen, dass sie nicht auf der "Felge" kauen müssen.
Solange deren Zahnersatz garantiert ist, können die Erwerbstätigen ja ruhig auch noch bedenkenlos für neue Zähne der Asylanten, Hatz4-ler... buckeln

Hola todos y majmi,
tja nur ist es leider so , ohne meine Zusatzversicherung die ich selber zahle wäre ich mit den sparsamen Leistungen der KV gar nicht zufrieden und ich denke die Grundversorgung gönne ich mal jedem, wobei das mit den Asylanten wieder auf einer ganz anderen Karte steht, respektive eben auf einer politischen Ebene entschieden wird die eigentlich keinerlei Macht hat gegen diverse Lobbyarbeit anzukommen. Nur mal so nebenbei ist ja das Asylproblem dieses das es uns nicht gelingt in den Ländern wo diese Leute herkommen Bedingungen zu schaffen damit diese dort bleiben. Da gibt es tig Beispiele, das neueste und beste ist unser Abzug aus Kundus, wo binnen weniger Wochen das Lager mit diversen technischen Einrichtungen wie Wasserversorgung und Klimatiesierung nicht mehr einsatzfähig warne da das dort beheimatetePersonal über keinerlei Kenntnissse verfügte die technik zu handeln >:) >:) d.h. noch ein paar Monate und alles ist schrottreif. Diese Beispiele liesen sich noch fortführen :mrgreen:

Saludos
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Re: Asylanten

Beitrag von majmi » Di 8. Apr 2014, 22:53

Ich glaube, die Zahl der Asylanten, denen teurer Zahnersatz gewährt wurde, ist ziemlich gering.
Kosten dafür also niedrig! Da gibt's anderes Einsparungspotential.
Zuletzt geändert von majmi am Di 8. Apr 2014, 23:14, insgesamt 1-mal geändert.
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