Die Wahlen in Frankreich

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Vanessa
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Re: Die Wahlen in Frankreich

Beitrag von Vanessa » Mo 8. Mai 2017, 10:14

Wenn ich das richtig verstanden habe, wollte Frau Le Pen ja nicht sofort aus der EU austreten, sondern die Bevölkerung über einen Austritt abstimmen lassen.

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sol
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Re: Die Wahlen in Frankreich

Beitrag von sol » Mo 8. Mai 2017, 10:31

Vanessa hat geschrieben:Wenn ich das richtig verstanden habe, wollte Frau Le Pen ja nicht sofort aus der EU austreten, sondern die Bevölkerung über einen Austritt abstimmen lassen.
das andere :
über 11 Millionen Französinnen und Franzosen haben eine rechtsextreme, ausländerfeindliche, nationalistische Partei gewählt !
Gruss aus Berlin--
Wolfgang und Traudel Radochla

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Re: Die Wahlen in Frankreich

Beitrag von Kipperlenny » Mo 8. Mai 2017, 10:35

Ja und deswegen befürworte ich bei globalen, komplexen Fragen auch keine Volksabstimmung - weil der gemeine Wähler dies nicht abgegrenzt von anderem und allumfassend entscheiden kann. Meistens geht es nur darum "Ich bin unzufrieden, deswegen sage ich Nein / Rechts" - völlig egal welche Frage auf dem Zettel steht....

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Re: Die Wahlen in Frankreich

Beitrag von girasol » Mo 8. Mai 2017, 11:00

Kipperlenny hat geschrieben:Ja und deswegen befürworte ich bei globalen, komplexen Fragen auch keine Volksabstimmung - weil der gemeine Wähler dies nicht abgegrenzt von anderem und allumfassend entscheiden kann. Meistens geht es nur darum "Ich bin unzufrieden, deswegen sage ich Nein / Rechts" - völlig egal welche Frage auf dem Zettel steht....
Das sehe ich ähnlich, Lenny.

Gruß
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Re: Die Wahlen in Frankreich

Beitrag von maxheadroom » Mo 8. Mai 2017, 11:22


Hola todos, y Kipperlenny y Girasol,
Problem ist ja eigentlich immer das selbe, dsa sogenannte gemeine Volk hat zuwenig Ahnung :)
Dann ist ja oft die Fragestellung bei Volksabstimmungen so gewaehlt das der unbedachte Leser sich nicht genau im klaren ist wo er eigentlich sein Kreuzchen macht. Im übrigen ist es ja in Deutschland sehr schön geregelt:


(1) Die Bundesrepublik Deutschland ist ein demokratischer und sozialer Bundesstaat.
(2) Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus. Sie wird vom Volke in Wahlen und Abstimmungen und durch besondere Organe der Gesetzgebung, der vollziehenden Gewalt und der Rechtsprechung ausgeübt.
(3) Die Gesetzgebung ist an die verfassungsmäßige Ordnung, die vollziehende Gewalt und die Rechtsprechung sind an Gesetz und Recht gebunden.
(4) Gegen jeden, der es unternimmt, diese Ordnung zu beseitigen, haben alle Deutschen das Recht zum Widerstand, wenn andere Abhilfe nicht möglich ist.
(Grundgesetz, Artikel 20)

Nun ist die Frage inwieweit Ordnung zu definieren ist :) :) :)

Saludos
maxheadroom
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Re: Die Wahlen in Frankreich

Beitrag von Vanessa » Mo 8. Mai 2017, 13:44

In der Schweiz scheint das aber doch ganz gut zu klappen mit der direkten Demokratie... Ich kann mir vorstellen, dass die Menschen damit zufrieden sind, weil sie das Gefühl haben, dass nicht über ihren Kopf hinweg entschieden wird.

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Re: Die Wahlen in Frankreich

Beitrag von Kipperlenny » Mo 8. Mai 2017, 14:23

Nein die Schweiz ist nicht vergleichbar mit einem Staat wie Frankreich. Die schweizer Bevölkerung ist viel homogener aufgebaut und politisch auch anders geprägt.

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Re: Die Wahlen in Frankreich

Beitrag von Cozumel » Di 16. Mai 2017, 00:09

Merkel hat heute Macron in Berlin mit den Worten empfangen:

"Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne"


Ein Zitat aus Hermann Hesses Gedicht: Die Stufen

Die Stufen

Mein Lieblingsgedicht und nicht nur meines, ich kenne sehr viele Menschen die fasziniert von diesem Gedicht sind.
Woran liegt das nur?
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Wenn es morgens um sechs Uhr an meiner Tür läutet und ich kann sicher sein, dass es der Milchmann ist, dann weiß ich, dass ich in einer Demokratie lebe.

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Re: Die Wahlen in Frankreich

Beitrag von Atze » Di 16. Mai 2017, 07:04

Cozumel hat geschrieben:Merkel hat heute Macron in Berlin mit den Worten empfangen:

"Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne"


Ein Zitat aus Hermann Hesses Gedicht: Die Stufen

Die Stufen

Mein Lieblingsgedicht und nicht nur meines, ich kenne sehr viele Menschen die fasziniert von diesem Gedicht sind.
Woran liegt das nur?
Nun, weil viele von uns (Deutschen?) unverbesserliche Romantiker sind, mit etwas mystischen bis moribunden Gedanken dazu. Das lag wohl nicht nur an der Zeit sondern liegt vielleicht schon im Blut - siehe den Mystiker Meister Eckart, der das mit dem Zauber wohl "erfunden" hat:
"Und plötzlich weißt du: Es ist Zeit, etwas Neues zu beginnen und dem Zauber des Anfangs zu vertrauen."

Zum Vergleich fällt mir ein Gedicht von Rilke ein:
Herbsttag

Dieses ist allerdings eindeutig schwermütiger, da von einem Neuanfang nicht die Rede ist.
Eigenartig die Versformen: In beiden Gedichten "umarmende" Reime. Die vorzugsweise fünfhebigen Jamben bilden einmal (Rilke) eine ansteigende Zahl von Zeilen, einmal (Hesse) eine absteigende.

Bei beiden eine Verbindung zum Spirituellen:
Der Atheist Rilke mit seiner Ansprache: "Herr"
Der Christ-Taoist-Buddhist Hesse mit seiner Erwähnung des Weltgeistes,
- was beiden zeitweilig den Vorwurf des "Kitsches" (Deschner) eingebracht hat.

Ich wiederum finde Deschner zum K.... und beide Gedichte einfach schön....
so dass es einen friert vor Gemütlichkeit.
LG Atze

Wenn dereinst die letzte Bohrinsel abgebaut und die letzte Tankstelle geschlossen ist,
werdet ihr feststellen, dass man bei Greenpeace nachts kein Bier kaufen kann.
(Prophezeiung der Cree-Indianer)

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Re: Die Wahlen in Frankreich

Beitrag von Cozumel » Di 16. Mai 2017, 09:33

Ja, wir Deutschen sind Romantiker. Die Franzosen belächeln uns wegen unserer Liebe zu unserm Wald.
Für sie ist Wald nur viele Bäume, während wir darin etwas Mystisches sehen.

Erstaunlich eigentlich, es passt ja so garnicht zu dem übrigen Bild das man von uns hat.

Direkt, unverblümt, oft fast schon unhöflich und verbissen im erreichen eines Zieles.
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