Wahl zum 20.Deutschen Bundestag am 26. Sept. 2021

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Rockcrunsher
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Re: Wahl zum 20.Deutschen Bundestag am 26. Sept. 2021

Beitrag von Rockcrunsher »

Hat sich eigentlich irgend jemand mal mit den beiden Videos von Rezo auseinandergesetzt?

Falls jemand die nicht kennt ...

https://m.youtube.com/watch?v=rIj3qskDAZM

https://youtu.be/Ljcz4tA101U

Also ich denke, die beiden machen schon nachdenklich...wenn man nachdenken will. ;)
Liebe Grüße
Rockcrunsher
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costablancafan
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Re: Wahl zum 20.Deutschen Bundestag am 26. Sept. 2021

Beitrag von costablancafan »

Oliva B. hat geschrieben: Sa 21. Aug 2021, 19:53
Auslandsdeutsche werden übrigens nicht automatisch in ein Wählerverzeichnis eingetragen, sondern müssen vor jeder Wahl einen förmlichen Antrag auf Eintragung in das Wählerverzeichnis stellen.
Frage: Wer von der angesprochenen Personengruppe nimmt diese Prozedere auf sich? :-\
Wir haben uns, wie auch schon vor 4 Jahren, über einen Antrag ins Wählerregister eintragen lassen und bekamen die Briefwahlunterlagen zugesandt.
Es ist vielleicht aufwendig, aber uns ist es auch wichtig.
Gruss
costablancafan
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vitalista
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Re: Wahl zum 20.Deutschen Bundestag am 26. Sept. 2021

Beitrag von vitalista »

Rockcrunsher hat geschrieben: Mo 13. Sep 2021, 20:55 Hat sich eigentlich irgend jemand mal mit den beiden Videos von Rezo auseinandergesetzt?

Falls jemand die nicht kennt ...

https://m.youtube.com/watch?v=rIj3qskDAZM

https://youtu.be/Ljcz4tA101U

Also ich denke, die beiden machen schon nachdenklich...wenn man nachdenken will. ;)

Danke für den Hinweis. Ich hatte zwar von Rezo gehört, mich aber nie mit ihm auseinandergesetzt. Inzwischen habe ich mir auch das Video "Wer hat die Meinungsmacht" Rezo zu Gast bei Precht angesehen und denke, seine Ausführungen können/ sollten tatsächlich nachdenklich machen.
Wer morgens zerknittert aufsteht, hat tagsüber noch Entfaltungsmöglichkeiten!
chris
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Re: Wahl zum 20.Deutschen Bundestag am 26. Sept. 2021

Beitrag von chris »

costablancafan hat geschrieben: Di 14. Sep 2021, 00:15
Oliva B. hat geschrieben: Sa 21. Aug 2021, 19:53
Auslandsdeutsche werden übrigens nicht automatisch in ein Wählerverzeichnis eingetragen, sondern müssen vor jeder Wahl einen förmlichen Antrag auf Eintragung in das Wählerverzeichnis stellen.
Frage: Wer von der angesprochenen Personengruppe nimmt diese Prozedere auf sich? :-\
Wir haben uns, wie auch schon vor 4 Jahren, über einen Antrag ins Wählerregister eintragen lassen und bekamen die Briefwahlunterlagen zugesandt.
Es ist vielleicht aufwendig, aber uns ist es auch wichtig.
Habe ich letztes Mal auch so gemacht, bald aber werde ich zu lange im Ausland gewohnt haben, um an einer Bundestagswahl teilnehmen zu dürfen.
Dann bin ich in einer weiteren absurden EU-Falle gefangen, die der Allgemeinheit gerne verschwiegen wird, weil sie ein ein gutes Beispiel unter vielen ist, warum die EU zwar für multinationale Konzerne viel zu bieten hat, für den Normalbürger jedoch deutlich weniger.

Ich darf dann als Resident in einem EU-Land meine Steuern zahlen, werde aber in ausnahmslos allen EU-Staaten von den Wahlen zu den nationalen Parlamenten ausgeschlossen sein; und die Verfassungsgerichte haben sicherlich keinerlei Probleme damit.
:evil:
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pekeo1
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Re: Wahl zum 20.Deutschen Bundestag am 26. Sept. 2021

Beitrag von pekeo1 »

chris hat geschrieben: Di 14. Sep 2021, 15:18 ... bald aber werde ich zu lange im Ausland gewohnt haben, um an einer Bundestagswahl teilnehmen zu dürfen. ...

... Ich darf dann als Resident in einem EU-Land meine Steuern zahlen, werde aber in ausnahmslos allen EU-Staaten von den Wahlen zu den nationalen Parlamenten ausgeschlossen sein; und die Verfassungsgerichte haben sicherlich keinerlei Probleme damit.
:evil:
... das macht mich neugierig!
Kannst du das vielleicht etwas breiter ausführen?

Ich war (bin) war der Meinung, dass das nationale Wahlrecht an der Staatsbürgerschaft fest gemacht wird.
Als Resident in einem (EU-) Land bleibt die Staatsbürgerschaft egal wie lange ich im Ausland lebe unberührt.
... und somit bin ich Wahlberechtigt in dem Land dessen Staatsangehörigkeit ich besitze. - oder?
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Re: Wahl zum 20.Deutschen Bundestag am 26. Sept. 2021

Beitrag von Solana »

Hallo Chris,

das habe ich jetzt auch zum ersten Mal gelesen, nach dem ich meine Briefwahlunterlagen erhalten hatte.

Wenn man mehr als 25 Jahre im Ausland lebt, ist man von der Deutschen Bundestagswahl ausgeschlossen. Es sei denn, man kann einen Bezug zu Deutschland nachweisen. So etwa habe ich den Wortlaut in Erinnerung. Allerdings wie der Nachweis erhfolgen soll, war dort nicht beschrieben. Allerdings wurde ausdrücklich erwähnt, daß das Abo einer deutschen Zeitung nicht als Nachweis anerkannt wird.

Mal sehen, wie ich den Nachweis bei der nächsten Wahl erbringen werde bzw. ob dieser anerkannt wird. Vielleicht ändert sich das auch im Laufe der Zeit wieder.

Liebe Grüße

Solana
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Re: Wahl zum 20.Deutschen Bundestag am 26. Sept. 2021

Beitrag von chris »

(Un)lustig ist es ja schon, dass für einen entschieden wird, ob man einen Bezug zu Deutschland hat oder nicht. Interesse für deutsche Politik ist kein Faktor, der berücksichtigt wird; aber wenn man sich für ein paar Monate eine Wohnung in D mietet ohne diese zu benutzen, ist man iweder wahlberechtigt.

Und ansonsten wird man eben in einer Demokratie weltweit von der Teilnahme an Wahlen eines nationalen Parlaments ausgeschlossen, darf dieses aber weiterhin mit seinen Steuern finanzieren.
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Re: Wahl zum 20.Deutschen Bundestag am 26. Sept. 2021

Beitrag von hundetraudl »

chris hat geschrieben: Di 14. Sep 2021, 19:30 (Un)lustig ist es ja schon, dass für einen entschieden wird, ob man einen Bezug zu Deutschland hat oder nicht. Interesse für deutsche Politik ist kein Faktor, der berücksichtigt wird; aber wenn man sich für ein paar Monate eine Wohnung in D mietet ohne diese zu benutzen, ist man iweder wahlberechtigt.

Und ansonsten wird man eben in einer Demokratie weltweit von der Teilnahme an Wahlen eines nationalen Parlaments ausgeschlossen, darf dieses aber weiterhin mit seinen Steuern finanzieren.
Obwohl dies alles stimmt hat eine Bekannte von uns (lebt seit 40 Jahren in Spanien) die Wahlunterlagen erhalten.
Da ist sie wohl durch ein Loch im Netz gefallen.
Humor ist der Knopf, der verhindert, dass uns der Kragen platzt. (Ringelnatz)
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Re: Wahl zum 20.Deutschen Bundestag am 26. Sept. 2021

Beitrag von JanV »

chris hat geschrieben: Di 14. Sep 2021, 19:30 (Un)lustig ist es ja schon, dass für einen entschieden wird, ob man einen Bezug zu Deutschland hat oder nicht. Interesse für deutsche Politik ist kein Faktor, der berücksichtigt wird; aber wenn man sich für ein paar Monate eine Wohnung in D mietet ohne diese zu benutzen, ist man iweder wahlberechtigt.

Und ansonsten wird man eben in einer Demokratie weltweit von der Teilnahme an Wahlen eines nationalen Parlaments ausgeschlossen, darf dieses aber weiterhin mit seinen Steuern finanzieren.
Hammer!
Tja, der Grund dafür würde mich schon interessieren. Vielleicht befürchtet man nur, dass man sich, wenn man langfristig im Ausland lebt, dauerhaft der politischen Berieselung der öffentlich rechtlichen Erziehungsanstalten entzieht, was eventuell vermehrt zu Anfälligkeit für unerwünschte Meinungen oder sogar Bildung einer eigenen Meinung führen könnte. Aber gut, diese Vermutung entspringt aber nur meiner sehr kritischen Beurteilung der Rolle dieser Anstalten und der Grund wird sicher ein anderer sein.
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Re: Wahl zum 20.Deutschen Bundestag am 26. Sept. 2021

Beitrag von chris »

JanV hat geschrieben: Fr 17. Sep 2021, 15:17 Tja, der Grund dafür würde mich schon interessieren. Vielleicht befürchtet man nur, dass man sich, wenn man langfristig im Ausland lebt, dauerhaft der politischen Berieselung der öffentlich rechtlichen Erziehungsanstalten entzieht, was eventuell vermehrt zu Anfälligkeit für unerwünschte Meinungen oder sogar Bildung einer eigenen Meinung führen könnte. Aber gut, diese Vermutung entspringt aber nur meiner sehr kritischen Beurteilung der Rolle dieser Anstalten und der Grund wird sicher ein anderer sein.
Ich würde einfach mal meinen, dass dieses Gesetz (um das Wort Unding zu vermeiden) einfach niemals hinterfragt wurde.

Wenn ich 1960 irgendwo im Ausland war, war Deutschland weit weg. Heute habe ich Satellitenfernsehen, Internet, Chat und Telefon, und bin nicht mehr völlig von der Tagesaktualität abgeklemmt.

Man sollte meinen, dass zB die Anforderung von Briefwahlunterlagen ein ausreichendes Bekunden von Interesse an der Teilnahme am politischen Tagesgeschehen darstellt, aber weit gefehlt.

Auf der Prioritätenliste steht das natürlich weder oben noch sonst irgendwo, interessiert ja nur die paar 10'000 Idioten, die die EU als DE-Emigranten tagtäglich live erleben dürfen - abseits von Hochglanzbroschüren und Propaganda. 1000km fahren für einen neuen Personalausweis weil ich keinen von meinem neuen Heimatland bekomme, aber den gültigen DE-Führerschein musste ich hier abgeben und einen spanischen beantragen. Mein Wahlrecht wird mir entzogen werden. Die Geburt meiner Kinder muss ich bei der Nationalpolizei kostenpflichtig anzeigen und es wird ein Einkommensnachweis verlangt - neben tausend anderen Unterlagen. Alle zwei Jahre muss ich dem Rathaus nachweisen, dass ich immer noch in Altea wohne, ein Spanier muss das nicht, obwohl er exakt in derselben Situation ist wie ich (berufstätig, Steuern zahlend, korrekt gemeldet).

DAS, meine lieben Freunde, ist das wahre Gesicht der EU. Neben der Tatsache natürlich, dass regionale Strukturen und Betriebe zugunsten von Globalen Spielern kaputt gemacht werden.
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