Los Montesinos

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Oliva B.
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Los Montesinos

Beitrag von Oliva B. » Di 6. Sep 2016, 16:29

Los Montesinos (Marina Baja del Segura)
CBF-MAP Los Montesinos.JPG
PLZ: 03187
Einwohner: 4.912 lt. INE 2016, 4.921 lt. INE 201
Einwohner: Montesinero
Ausländeranteil: 36,97 % (= 1.816 Ew, darunter 56 Deutsche; 1.853 Ew.)
Sprachdominanz: Spanisch


Flughafenentfernung
Alicante 56 km (AP-7), 44 km (N-332)
Valencia 220 km I (A-31)
Murcia 37 km (AP-7)


Ortsbeschreibung
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Die junge Gemeinde (1990) Los Montesinos liegt in der Vega Baja del Segura, im so genannten "campo o secano", also dem Landstrich, der abseits der bewässerten fruchtbaren "Huerta" des Rió Segura lag. Die Gemeinde wurde benannt nach einer Adelsfamilie (lt Website es Rathauses).
Das Becken des Río Segura, in dem Los Montesinos liegt, ist umgeben von den Bergen des Betischen Systems: dem Gebirge zwischen Crevillente und Abanilla, den Sierras von Orihuela (643 m) und Callosa de Segura (568 m) und einigen Erhebungen in der Nähe von Albatera. Auf der rechten Uferseite des Segura erstreckt sich an der Grenze zur Nachbarprovinz Murcia die Sierra de Pujálvarez (341 m).
Die charakteristische Vegetation dieser Gegend besteht aus mediterranem Wald mit immergrünen Bäumen wie Eichen, Korkeichen und Kiefern; Dickicht, Sträuchern und aromatischen Pflanzen wie Mastix, Zistrose und Rosmarin.

Den ersten wirtschaftlichen Aufschwung erlebte der Ortsteil Los Montesinos, der damals noch zur Gemeinde Algorfa gehörte, durch die Ausweitung des Bewässerungssystem, vor allen Dingen durch den Bau des Canal de los Riegos de Levante im Jahr 1960. Mit dem Wasser konnten die bisher im Trockenfeldbau bewirtschafteten Felder bewässert werden, wodurch ein höherer Ertrag erzielt werden konnte. Auch konnten nun Pflanzen und Bäume angebaut werden, die mehr Wasser benötigen. Es entstanden neue Anpflanzungen mit Zitrusfrüchten und Frühgemüse sowie ein Industriezweig zur Verarbeitung landwirtschaftlicher Produkte.
Die fortschreitende Mechanisierung der Landwirtschaft und der Ersatz traditioneller Kulturen verursachte einen geringeren Bedarf an Arbeitskräften und hat zu einer Reduzierung der Landarbeiter geführt.
Große Flächen des Gemeindegebietes sind mit Obstbäumen bepflanzt, die besonders im Herbst schön anzusehen sind.
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Campo
Der östliche Teil des Gemeindegebiets gehört zum Naturpark von Torrevieja und La Mata. Von Los Montesinos kann man bis auf die nahe gelegenen Salinen von Torrevieja sehen.
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Blick auf die Salzberge hinter der Lagune von Torrevieja
Nach dem Bau des Kanals wurde die Wirtschaft ein zweites Mal angeheizt durch den Residenzialtourismus. Los Montesinos liegt in zweiter Küstenlinie, wo sich der Tourismus erst später bemerkbar machte als in den vorgelagerten Küstenorten Torrevieja, Guardamar oder Orihuela-Costa. Der Bauboom führte seit den 1980er Jahren zu einem enormen Immobilienwachstum, der den traditionellen landwirtschaftlichen Sektor auf den zweiten Platz verwies.
In der Folge entstand eine örtliche Baustoffindustrie, hinzu kamen metallverarbeitende Betriebe, Tischlereien, Glasereien etc.
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Die positive wirtschaftliche Entwicklung des Ortes und die dadurch enstandene Unzufriedenheit seiner Einwohner mit der weiter im Inland gelegenen Muttergemeinde Algorfa führte 1987 zu einem öffentlichen Antrag der Bürger, der die Trennung von Algorfa zum Ziel hatte und 1990 zugunsten Los Montesinos entschieden wurde.
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Plaza Mayor del Sagrado Corazón
Das subtropische mediterrane Klima ist - wie überall im Landkreis - wüstenähnlich, mit einer Durchschnittstemperatur von 10 Grad im kältesten Monat. Trockene Sommer bestimmen das Klima, die entscheidenden Niederschläge erfolgen im Herbst und Frühjahr (zwischen 400 und 600 l/Jahr), während dieser Zeit kann es auch zu der befürchteten "gota fría" kommen.

Die regionale Küche von Los Montesinos profitiert von den frischen Zutaten aus der Nähe, denn die geringe Entfernung zum Mittelmeer garantiert fangfrischen Fisch und die Huerta versorgt die Vega Baja mit Salaten, Obst und Gemüse.
Zur Gastronomie dieser Region gehört eine Besonderheit: die ñora, eine rote runde Paprikasorte, die in der Sonne getrocknet wird. Im nahegelegenen Ort Guardamar de Segura kann man von Ende August bis Oktober beobachten, wie die geernteten Paprika an der Mündung des Segura im Sand getrocknet werden, um später auf Schnüre von 1,5 m Länge gefädelt zu werden, die ein Verkaufsgewicht von einem Kilo haben.
Zu den Festtagen wie Weihnachten, Ostern, San José, während der Semana Santa, San Juan und Todo los Santos sind Nachspeisen und Süßigkeiten aller Art beliebt, ein Erbe der Mauren, welche die dazugehörigen Rezepte aus ihrer Heimat mitgebracht haben.


Geschichte
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Dateianhänge
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alte Finca
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Iglesia de Nuestra Señora del Pilar
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Centro Social
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Rathaus (ayuntamiento)
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Plaza Mayor del Sagrado Corazón
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Ältere Reihenhäuschen
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...oftmals ärmliche Gehöfte
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Auch heute noch....
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Vista del Ayuntamiento de Los Montesinos de noche, en Alicante, 22.05.2005 (gemeinfrei)
Autor: Francisco Sánchez Torregrosa

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