Beneixama/Benejama

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Beneixama/Benejama

Beitragvon CBF-Team » Do 5. Feb 2015, 14:16

Benaixama / Benajama (Alto Vinolopó)
CBF-Map Benejama.JPG

PLZ: E - 03460
Einwohner: 1.712 lt. INE 2016, 1.746 lt. INE 2015
Einwohnerbezeichnung: benejamense, (val.) beneixamer /a
Ausländeranteil: 5,37 % (= 92, Ew. lt. INE 2016, darunter 0 Deutsche; 101 Ew. lt. INE 2015)
Sprachdominanz: Valenciano


Flughafenentfernung
Alicante 72 km (A-31)
Valencia – 120 km Inlandautobahn (A-7)


Ortsbeschreibung
1a von der Umgehung gesehen.JPG
Beneixama

Benejama, offiziell Beneixama (Valenciano, Aussprache [benejˈʃama]), liegt an der Grenze zur Provinz Valencia und nur wenige Kilometer von den Provinzen Murcia und Albacete entfernt. Die Gemeinde, auf deren Gebiet sich auch noch die kleine Ortschaft El Salse befindet, liegt im Norden der Provinz Alicante, im Landkreis Alto Vinalopó und dort wiederum in dem untergeordneten Valle de Biar.
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alte Bruchsteinhäuser

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renovierte Altstadthäuser

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verzierte Fassaden

weiß getüncht.JPG
weiß getünchte Häuser

Aus historischen und sprachlichen Gründen fordern einige Teile der Bevölkerung die Integration von Benaixama in den Landkreis Hoya de Alcoy, doch man folgte dem Vorschlag der autonomen Landesregierung der Valencianischen Gemeinschaft, die 1987 bei der Abgrenzung der Kreisgebiete den Ort aus geografischen Gründen dem Alto Vinalopó zusprach.
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Rathaus

A gepflegte Parkanlagen.jpg
die Parkanlagen Beneixamas sind genauso gepflegt wie

Plaza El Mesón.JPG
Plaza El Mesón am Museum

A klinisch reines Straßenbild.jpg
die Straßen des Ortes

Die Sierra de la Solana de Benaixama reicht bis nach Fontanars dels Alforins (Prov. Valencia). Die Gipfel Ascensión (1.005 m) und Carrascalet (955 m) bilden im Norden die natürliche Grenze zum Gemeindegebiet von Fontanars und trennen die Provinzen Alicante und Valencia. Dieses felsige Gebirge ist mit Kiefern, einigen Steineichen, aber hauptsächlich mit Dickicht bestanden. An den südlichen Ausläufern des Gebirges wachsen Oliven- und Mandelbäume, auch etliche Weinberge erstrecken sich bis zur Flussebene des Río Vinalopó, wo das fruchtbarste Ackerland des Ortes liegt.
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die Sierra de la Solana

Die Gegend ist ein beliebtes Wandergebiet. Die historischen Handelswege werden seit Jahren gereinigt, restauriert und für den Wandertourismus erschlossen.
A Camino del  Cid.JPG
Camino del Cid

Der Camino del Cid führt auf seinem Weg von Valencia über Beneixama nach Orihuela,
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Camino de Santiago Alicantino

genauso wie der Camino de Santiago Alicantino mit dem Teilabschnitt Ruta del Cardenal Payá, die von Alcoy über Mariola, Bañeres nach Beneixama führt, und von dort weiter nach Campo de Mirra und Villena.
Der Camino de las Molinos führt entlang der alten Mühlen am Río Vinalopó.
Für Mountainbiker bietet sich die TourBeneixama-Picachos-Beneixama an.

Die Landwirtschaft bietet gemeinsam mit einigen kleinen und mittleren Unternehmen (pequeña y mediana empresa, bekannt unter der Abkürzung PyME) die meisten Arbeitsplätze. Es handelt sich in der Mehrzahl um vererbte Familienbetriebe mit weniger als 10 Angestellten.
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ein Tabaco-Laden, alte Werbeschilder und eine Bar in einem alten Dorfhaus

Heute findet man im Ort einige verwaiste, historische Fabrikgebäude wie die Stellmacherei (Fábrica de Carros),
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Fábrica de Carros "la casa"

die 1860 gegründet wurde und nur "la casa" genannt wurde. Hier wurden nicht nur Fuhrwerke hergestellt, sondern auch Räder in 16 verschiedenen Größen, die bis nach Andalusien und Portugal geliefert wurden. Die Branche war durch die steigende Anzahl von Automobilen ab 1960 grundlegenden Veränderungen ausgesetzt. Die meisten dieser Betriebe mussten aufgeben, in Beneixama schloss das Werk 1995 endgültig.
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altes Firmenschild

Ein weiteres Beispiel ist die Ende des 19. Jahrhunderts erbaute Likörfabrik (Fábrica de Licor), in der nicht nur Likör, sondern auch Brandy, Anisschnaps und Absinth hergestellt wurde.
Als im 20. Jahrhundert alte Fabriken schlossen, entstanden neue Betriebe zur Herstellung von Schienen, Textilbetriebe, Kunstschmieden und Schreinereien. Die noch existierenden Fabriken im alten Stadtkern wurden inzwischen in das neue Industriegebiet umgesiedelt.
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Ziergitter

Der Fluss Vinalopó war seit der ersten Besiedlung Benaixamas die Lebensader der Stadt, an dessen Ufern schon vor Jahrhunderten die ersten Mühlen errichtet wurden wie die Molino Alto, Molino Cordones, Molino de Luna, Molino Campanas, Molino de Agres, Molinillo und Molino Caguetas. Um 1620 zahlten 12 Mühlen Steuern an die Krone. Gräben durchziehen das Gemeindegebiet, um die Huerta (künstlich bewässertes Gemüse- und Obstland ) mit Wasser zu versorgen. Die heutige Calle Cardenal Payá, ist den Einwohnern immer noch als Calle de la Acequia (Bewässerungsgraben) ein Begriff. Mitte des 19. Jahrhunderts gab es eine Papiermühle, jeweils 5 Oliven- und Getreidemühlen und 7 Brandweinfabriken. 1908 waren Weizen, Gerste, Hafer, Mais, Roggen, Gemüse, Öl und Wein die wichtigsten landwirtschaftlichen Kulturpflanzen Beneixamas.

Heute nimmt die landwirtschaftliche Anbaufläche 46 Prozent des Gemeindegebietes ein, ein Fünftel davon wird künstlich bewässert und im Haupt- oder Nebenerwerb kultiviert. Im Laufe des 20. Jahrhunderts erlangte Beneixama großen Wohlstand dank der Bemühungen der Bewohner, sich die Fruchtbarkeit des Tales zu Nutze zu machen, indem sie zusätzlich Apfelbäume pflanzten (die bekannte Apfelsorte "Manzana Roja de Beneixama", die heute allerdings kaum noch ins Gewicht fällt). Historisches Foto:Apfelernte des "roten Apfels von Beneixama im Jahr 1957.

2007 hatte die Stadt einen der größten Solarparks Europas (Parque fotovoltaico Beneixama), dessen Größe ca. 70 Fußballfelder beträgt, und heute an 26. Stelle Spaniens steht, Foto.

Es gibt keine gesicherten Erkenntnisse über die Bedeutung des arabischen Ortsnamens. Carmen Barceló Torres (Universitätsprofessorin für Arabistik/Islamwissenschaft an der Universität von València) sowie Joan Coromines i Vigneaux (Anm. spanischer Linguist für romanische Sprachen, * 21. März 1905; † 2. Januar 1997) kamen unabhängig voneinander zu dem Ergebnis, dass der Name aus dem Arabischen stammt: بني الشحمي (banī aš-Šaḥmī) oder بن الشحمي (ben aš-Šaḥmī), und mit "Sohn oder Söhne des fruchtbaren Landes" übersetzt werden kann. Dieser Name beschreibt auch treffend die Lage des Ortes, nur wenig von den Niederungen des Vinalopó entfernt. Eine weitere, aber wenig haltbare These stellt eine Verbindung zu dem arabischen Clan بني جماعة (banī Ǧamāʿa) her, der seine Abkommen, die ihr Glück in der unbekannten Fremde suchten, in alten Dokumenten als Benixàmer oder später als Benijama bezeichneten.

Regionale Küche:
Zu den typischen regionalen Gerichten gehören All i oli, Arroz con conejo und Figatells, eine Spezialität aus zerkleinerter Schweineleber, magerem Schweinefleisch und Schweinenieren, hinzu kommen Muskat und Pinienkernen. Die Masse wird in die dünne Magenhaut des Schweins gefüllt und auf dem Grill geröstet.


Geschichte
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Dateianhänge
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Etnologisches Museum im alten Lavadero (Waschhaus)
Torre Atalaya.JPG
Torre Atalaya
IMG_6590 Steinwappen am Brunnen mit dem Almohadenturm .JPG
Das Stadtwappen zeigt den Almohadenturm und die Doppelschlüssel, die den Kastiliern den Zutritt verwehren sollten, denn Beneixama befand sich im Grenzgebiet zum Königreiche von Kastilien.
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der Torre NACH der Renovierung
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der renovierte Torre Atalaya (Wachturm)
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Kirche San Juan Bautista
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Hauptstraße: Cardenal Payá
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Links: das Gebäude der moros ist mit Halbmonden verziert, Mitte: die Burg für die Fiesta "Moros i Cristians", Rechts: die fila der Landarbeiter
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A Fundación.jpg
Fundación Elena Sanonja, das ehemalige Nonnenkloster
A Divina Aurora IMG_6536.JPG
Divina Aurora
A Aurora innen.jpg
Ermita Divina Aurora, Kirchenschiff und Fresken

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