Tàrbena

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Tàrbena

Beitrag von CBF-Team » So 19. Jul 2015, 15:04

Tàrbena (Marina Baja)
Tàrbena.jpg
PLZ: E - 03518
Einwohner: 636 lt. INE 2016, 661 lt. INE 2015
Einwohnerbezeichnung: Tarbení, Tarbenero
Ausländeranteil: 35,54 % (= 226 Ew., darunter 33 Deutsche lt. INE 2016; 253 Ew. lt. INE 2015)
Sprachdominanz: Valenciano


Flughafenentfernung
Alicante (L'Altet) 87,1 km Küstenautobahn (AP-7)
Valencia (Manises):– 157 km Küstenautobahn (AP-7)


Ortsbeschreibung
2 Ortsschild DSCN0966.JPG
(Foto Florecilla)
Das Bergdorf Tárbena (560 m ü.M.), offiziell Tàrbena (val.), liegt umgeben von tiefen Schluchten mit zahlreichen Quellen
inmitten einer zerklüfteten Berglandschaft, deren Gipfel zu den höchsten der Provinz Alicante zählen:
10w tiefe Schluchten.JPG
E Quelle DSC_0887.JPG
Quelle
2 Berg DSCN0972.JPG
Berglandschaft (Foto Florecilla)
2 Margit DSCN0947.JPG
(Foto Margit)
  • 1. Das Tal von Binarreal-Sacos, das von der Sierra del Carrascal de Parcent oder Solana de Parelles (994 m) im Norden begrenzt wird, die Sierra del Ferrer (889 m), die im Winter hin und wieder mit einer Eisschicht bedeckt sein kann, und der Gipfel des Coll de Rates (769 m) im Osten; Es Pinyol Roig (778 m) und Es Serral (636 m) im Westen, und Formation des Tossal de Santa Bàrbara (697 m), des Penyó de Sifre (615 m) und des Tossal Groc (628 m), der sich von Nordosten nach Südosten zieht. In ihm entspringen der Río Sacos und der Barranco de l'Om.

    2. Das Bijouca-Tal wird von der Sierra de ses Cordelleres oder Solana de Bijouca (1.001 m) im Norden geformt, vom Somo (886 m) im Westen und S'Ombria des Avencs oder Penya Médoc (762 m) und der Pinyol Roig Süden. Durch dieses Tal läuft die Klamm von Sa Cova Roja, deren Quelle im Pouet de ses Peres entspringt, und in der Klamm von Sa Viuda.
    10n Ausblick.JPG
    3. Das Tal der Murta wird von Ses Vinyes (644 m) und Sa Muntanyeta (560 m) im Westen begrenzt, im Norden vom Tossal de Santa Bàrbara, dem Penyal den Sifre und dem Tossal Groc, im Osten von der Lloma del Rafalet (526) und Es Matapolls (464 m) im Osten, durch den die Klamm der Murta fließt.
DSC_1444 tÀRBENA.JPG
Panorama
Durch seine maurische Architektur mit den engen Gassen und weiß getünchten Häusern wirkt das Dorf fast genauso wie vor hunderten von Jahren. Die meisten Straßen sind so schmal, dass sie nur für Fußgänger geeignet sind. Am Ortsrand öffnen sich an verschiedenen Stellen spektakuläre Ausblicke bis zum Mittelmeer.
Tarbena am nachmittag.JPG
Tàrbena am Nachmittag (Foto Großauge)
2 Ausblick DSCN0965.JPG
Ausblick gen Küste (Foto Florecilla)
2 Ausblick DSCN0967.JPG
(Foto Florecilla)
E Ausblick zum Meer DSC_0006.JPG
bis hin zum Meer
E in der Ferne das Meer DSC_0201.JPG
Die Region eignet sich für Wanderausflüge, das Wegenetz ist teilweise gut beschildert. Zwei Routen findet man in unserem Forum unter den Titeln die Felsbögen "Els Arcs" in der Sierra Aixorta von Citronella und Rundwanderweg bei Tàrbena von Oliva B.
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Wandern auf alten Eselpfaden
Die geradeste Verbindung zwischen Pego im Norden und Benidorm im Süden führt über Tàrbena und den Coll des Rates durch das Inland (60 km, 1,5 Std.). Tàrbena ist das letzte Dorf der Marina Baja, das man vor dem Coll de Rates passiert, um von dort über zahlreiche Serpentinen hinunter in das Valle de Pop in die benachbarte Marina Alta zu gelangen. In strengen Wintern muss man in der Berglandschaft mit sporadischen Schneefällen rechnen.
Diese Gesamtstrecke, die heute über die CV-70 und CV-715 führt, wurde 1890 eröffnet. Für den Entwurf und die Bauaufsicht war der Ingenieur für öffentliche Bauarbeiten, Juan Miró Moltó, verantwortlich, Vater des Schriftstellers Gabriel Miró. Heute kann man auf der Autobahn AP-7 dieselbe Distanz in der Hälfte der Zeit zurücklegen, weshalb die alte, landschaftlich schöne Strecke inzwischen eher von Anliegern und naturbegeisterten Touristen frequentiert wird.

Tàrbena ist umgeben von Terrassen (bancales) mit Mandel-, Kirsch- und Olivenbäumen, auf denen auch aromatische Kräuter wie Rosmarin, Thymian und Kamille wachsen.
10i mANDELBANCAL.JPG
Mandelterrasse (bancal)
E Tarbena terrassiert DSCN0493.JPG
Traditioneller Wirtschaftsbereich ist die Landwirtschaft. Dazu zählen Flechtarbeiten aus Weide und Palmen sowie die Herstellung von Strickwaren, Mandeln und Oliven werden in örtlichen Mühlen verarbeitetet, auch Honig wird hergestellt.
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in der Mandelmühle
E Hist. Ölmühle CIMG1907.JPG
Alte Ölmühle (Foto Deborah Thiele)
E hist. Ölmühle CIMG1911.JPG
(Foto Deborah Thiele)
Regionale Küche:
Beliebte Gerichte sind "arroz con judías" (Reis mit Bohnen), "potaje" (Eintopf) und "borra" *), la pebrera i tomaca salà (gesalzene Paprika und Tomate), der puchero (val. Putxero), ein traditioneller Eintopf und in vielen Häusern der Comunidad Valenciana ein gehaltvoller Hauptgang, der gerne zu Weihnachten zubereitet wird, und hauptsächlich aus viel Fleisch (Rind- und Schweinefleisch, Huhn, Knochen, Leber, Kichererbsen, Cardo [Distelblätter], Karotten, Rüben, Kartoffeln, Pinienkernen, Kohl usw.) gekocht wird, wobei natürlich auch der Reis nicht fehlen darf, genauso wenig wie Safran und Zimt. Minxos, Teigfladen, die mit tomaqueta (ein Aufstrich aus Tomaten mit grünen Paprika, Zwiebeln und Knoblauch) oder tonyina i cebeta (Thunfisch und Zwiebelchen), mit Gambas oder Anchoas gefüllt sind... - der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Nicht vergessen sollte man Weihnachtsgebäck wie "mantecades, almendrados, “pastissos”, den traditionellen Osterkuchen mona und die typischen "buñuelos de calabaza".
buñuelos de calabaza.jpg
Zucchinikrapfen - "BUÑUELOS DE CALABAZA" sind ein typisches Gebäck für diese Region. Es gibt sie hauptsächlich zu San José (am 19. März) und in der Winterzeit. Sie werden mit Mehl, gekochten Zucchini, Hefe und Zucker zubereitet. (Foto Angeles Martí Senabre)
Ein große Bedeutung hat immer noch die Herstellung von Würsten wie die blanc und die botifarres sowie die berühmte sobrasada, deren Rezept genauso wie das der Ensaïmada, ein Gebäck, das aus einem gezuckerten, fermentierten und im Ofen gebackenen Teig besteht, das die Vorfahren der Tarbeneros aus ihrer Heimat Mallorca mitgebracht hatten. Man kann die heimische Kochkunst in etlichen Restaurants vor Ort Beispiel ausprobieren.
  • *) In der Alicantiner Küche gilt die "borra" als eine der ältesten Konservierungsarten, die heutzutage nur noch in wenigen Dörfern praktiziert wird. Um die Erträge des Gemüseanbaus haltbar zu machen, wurde das Gemüse früher auf denselben Schilfrohr-Gestellen (cañizos) getrocknet, auf denen auch die Moscatel-Trauben des Markgrafen von Dénia (der im Besitz der meisten umliegenden Ländereien war) zu Rosinen getrocknet wurden. Genauso wie Weintrauben wurden auch andere Ernteüberschüsse des Sommers in der Sonne getrocknet, z.B. halbierte oder in Scheiben geschnittene Tomaten, Auberginen und Paprika. Anschließend wurde das Trockengemüse mit einer Handvoll Knoblauch (um Motten und andere Insekten abzuwehren) in Stoffsäckchen oder sterilisierten Gläsern aufbewahrt. Von diesen Vorräten konnten die Menschen in Zeiten, als es noch keine Supermärkte gab, im Winterhalbjahr zehren.
Geschichte
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Dateianhänge
E Sa Caseta des Moros DSC_1043.JPG
Sa caseta des Moros
E Portal DSC_0215 (2).JPG
E Ober- und Unterdorf DSC_0224.JPG
Pueblo de arriba y de abajo
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Markttag
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Kirche (Detail)
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DSC_0171 BURG.JPG
Castillo
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altes Maurengehöft
2. Erinnerung an die ersten Mallorquiner DSCN0949.JPG
Erinnerung an die ersten Mallorquiner (Foto Florecilla)
2 Pfarrkirche DSCN0954.JPG
Pfarrkirche Santa Bárbara (Foto Florecilla)
2 Museum DSCN0963.JPG
Casa de Cultura (Foto Florecilla)
2 Jubiläum 2000nDSCN0960.JPG
(Foto Florecilla)
2 Horarios DSCN0964.JPG
Öffnungszeiten (Foto Florecilla)
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Ruinen des Castillos
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