Banyeres (Bañeres) de Mariola

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Banyeres (Bañeres) de Mariola

Beitrag von CBF-Team » Do 3. Okt 2013, 13:48

Banyeres/Bañeres de Mariola (Hoya de Alcoy/L'Alcoià)
CBF-Map Banyeres de Mariola.JPG
PLZ: 03450
Einwohner: 7.108 lt. INE 2016, 7.155 lt. INE 2015
Einwohnerbezeichnung:
val. banyerí/-na,
Ausländeranteil: 4,22 % (= 300, darunter 1 Deutscher lt. INE 2016; 308 lt. INE 2015Sprachdominanz: Valenciano


Flughafenentfernung
Alicante 63 km Inlandautobahn (A-7, A-70)
Valencia – 112 km Inlandautobahn (A-7)


Ortsbeschreibung
1 Zufahrt aus Richtung Alcoi DSC_0174.JPG
Von der Zufahrtsstraße aus Richtung Alcoi fotografiert
Von Bergen umgeben liegt Bañeres, offizielle Bezeichnung Banyeres de Mariola (Aussprache [baˈɲeɾez ðe maɾiˈɔla] im Norden der Provinz Alicante. Bayeres ist gemeinsam mit Ibi die am höchsten gelegene Gemeinde der Provinz Alicante. Der Aufstieg zu den Gipfeln des Montcabrer, Sant Jaume und Portín, der durch Wälder von Kiefern, Eichen und sogar Eiben führt, belohnt den Wanderer mit herrlichen Panoramablicken.
1 Berge DSC_0348.JPG
Banyeres genießt aufgrund der Höhenlage (816 m.ü.M.) ein mediterranes Bergklima, d. h. warme Sommer und kalte Winter, manchmal mit Schneefall.
1 Landhaus DSC_0167.JPG
1 Naturpark Sierra Mariola.JPG
Der Ort liegt am Rande des bei Wanderern beliebten Naturparks "Sierra de Mariola", der bekannt ist für seine Heilkräuter und zahlreichen Quellen. Die alten Schneelager (sogenannte Cavas) oder die historischen Bauernhäuser (masías) sind Beispiele der hiesigen ländlichen Architektur. Das Quellgebiet der Flüsse Clariano und Vinalopó bietet Platz für Erholung inmitten üppiger Vegetation.
1 Kreisel Ortseinfahrt DSC_0356.JPG
Der "Torre del Homenaje" en miniature auf einer Verkehrsinsel am Ortseingang
Banyeres hat eine lange Tradition als Textilstadt und auch heute noch ist die Textilindustrie Hauptarbeitgeber der Einwohner. 70% der arbeitenden Bevölkerung ist im Industriebereich tätig. Bis Anfang des 20. Jahrhunderts wurde der Río Vinolopó zum Betrieb von Getreidemühlen verwendet. Urkunden belegen, dass schon 1780 mindestens zwei Getreidemühlen zu Papiermühlen umgerüstet wurden. Das war der Beginn der Industrialisierung in Bañeres und die Mühlen, teilweise nur noch Ruinen, stehen immer noch als Zeitzeugen am Flusslauf des Vinalopó.
1 Industrie DSC_0272.JPG
Industriegebiet / Polígono industrial
Die Papierherstellung geriet jedoch in den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts in die Krise und man stellte auf Kartonagen um. Die Textilerzeugung gewann nach der Industrialisierung Mitte des 19. Jahrhunderts immer größere Bedeutung, doch die ersten Betriebe siedelten sich erst während des Ersten Weltkrieges (1914-1918) in Bañeres an, als die Nachfrage nach Textilien stieg. Im Moment decken die Betriebe mehrere Produktionsphasen ab: Spinnen und Weben, die Herstellung von Stoffen, Strickwaren, Bettdecken und Handtüchern. Die Nähe zum Valle de Juguete (Spielzeugtal/la Hoya de Castalla) hat die Ansiedlung von Spielzeug- und Kunststoff verarbeitender Industrie begünstigt.
Nur ein geringer Teil der Bevölkerung arbeitet in der Landwirtschaft.
1 Getreide DSC_0417.JPG
Sonnenblumenfelder DSC_0172.JPG
Es werden vorwiegend Getreide und Sonnenblumen angebaut, aber auch Apfel-, Pfirsich- und Pflaumenbäume und etwas Gemüse, sowie Mandelbäume und Wein. Oliven- und Mandelbäume werden im Trockenfeldbau bewirtschaftet. Das wichtigste landwirtschaftliche Produkt ist mit Abstand das Olivenöl.

Das älteste Stadtviertel ist geprägt von schmalen, steilen Gassen und Häusern, die sich um den Bergsporn mit der Burg gruppieren. Der südliche Teil der Stadt erstreckt sich bis hoch zu den Ausläufern der Sierra Mariola.
Die neueren Wohngebiete mit ihren vier- bis fünfstöckigen Häusern liegen an den Ausfallstraßen. Auf den umliegenden Ländereien findet man zahlreiche Landhäuser und zwei Weiler: Campo Oro (Camp d'Or) und El Bovar, beide zwischen dem Río Vinolopó und der Straße nach Biar gelegen.

Regionale Küche:
Typische Gerichte sind die Borreta und Croquetes Fregides (borra y coques fregides), Gazpacho (gaspatxo) Manchego, Pericana und Olla de Carabasse, genauso wie die verschiedenen Reisgerichte - und nicht zu vergessen die traditionelle Paella. Nachtische und Süßigkeiten mit Mandeln, Nüssen und Honig können den maurischen Einfluss nicht verleugnen. Empfehlenswert sind auch “els pastissos de monjes“, das Gebäck der Mönche.
Trotz des kalten Wetters wachsen Rosmarin, Salbei, Lavendel, Thymian, Melisse, Marialuisa, Kamille, Minze, Zitronenverbene, Fenchel und Anis, um nur einige einheimische Arznei- und Gewürzpflanzen des Mittelmeeres zu nennen, die in beeindruckender Vielzahl in der Sierra Mariola gedeihen. 38 wildwachsende oder kultivierte Pflanzenarten werden hier gezählt, einige davon endemisch (nur in dieser Region vorkommend).
1 Kulinarisch DSC_0365.JPG
In einem örtlichen Restaurant
Diese Bergkräuter werden nicht nur in der Küche verwendet, sondern sind Hauptbestandteil der bekannten Kräuterliköre (herberos/Val. herberets) der Sierra Mariola. Das Wissen über die Pflanzen (Namen, Standort, Erntezeit) wird vom Vater auf den Sohn weitergegeben. Herberos enthalten zwischen 8 bis 23 Kräuter, der Durchschnitt liegt bei 13 Kräutern, obwohl es auch einen Herbero gibt, der 27 verschiedene Kräuter beinhaltet.
Eine andere alkoholische Spezialität ist der Kaffee-Likör dieser Gegend.


Geschichte
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Dateianhänge
1 Detail Ermita San Jorge DSC_0297.JPG
und hier der Anführer der christlichen Banda. Es ist eine Danksagung an beide Gruppen (Moros y Cristianos), die seit vielen Jahren die Fiestas aktiv mitgestalten.
1 Detail Ermita Cristo DSC_0296.JPG
Details: Kacheln an der Eingangsfassade,
an dieser Stelle wird der "Anführer" der maurischen Banda geehrt
1 Altar San Jorge DSC_0301.JPG
Altar
1 Ermita San Cristo DSC_0295.JPG
1 links Ermita rechts Burg DSC_0354.JPG
Die Ermita Santo Cristo (links) liegt höher als die Burg (rechts)
1 Turist Info DSC_0390.JPG
Touristinfo
1 Eingang Villa Rosario DSC_0379.JPG
Eingang Villa Rosario
1 Eingang Villa Rosario DSC_0370.JPG
Eingang zum Parque Municipal de Villa Rosario
1 Archäologisches Museum DSC_0400.JPG
1 1 Stilleben Maria Magdalena DSC_0263.JPG
1 Kirche DSC_0226.JPG
Iglesia de Santa María de la Misericordia/ Esglèsia Parroquial de la Mare de Déu de la Misericòrdia
1 Kirche Turm und Portal DSC_0232.JPG
1 Portal San Jorge DSC_0238.JPG
und im Zinkblech der Eingangstür der Barockkirche Santa María
1 Altar Maria Magdalena DSC_0257.JPG
Altar
1 Patronin Maria Magdalena DSC_0251.JPG
Kacheln an der Fassade der Kapelle "Maria Magdalena"
1 Kapelle Maria Magdalena DSC_0265.JPG
Burg dominiert DSC_0174.JPG
1 Eingangsbereich DSC_0221.JPG
Eingangsbereich
1 Burg DSC_01761.JPG
1 Burg DSC_0193.JPG
Der Bergfried / torre del homenaje
1 Burg beherrschend DSC_0350.JPG
1 Torre besser DSC_0407.JPG
Torre Font Bona
EspandrillEs DSC_0072.JPG
Espandrilles
1 Sant Jorge als Relief DSC_0241.JPG
als Relief
1 San Jorge DSC_0188.JPG
1 Kreuzweg besser DSC_0270.JPG
Kreuzweg / calvario
1 Industrie  DSC_0410.JPG
Altes Fabrikgebäude mit verblichener Schrift
1 Drachentöter DSC_0204.JPG
San Jorge - der Drachentöter
Comparsas Cristians.JPG
Gebäude de Comparsas Cristians
1 Fila de Pirates DSC_0183.JPG
Fila de Pirates
1 Filas DSC_0189.JPG
Filas
1 Casa de Cultura DSC_0248.JPG
La Casa de Cultura
1 Cementerio DSC_0328.JPG
Friedhof / Cementerio
1 Fiestas DSC_0254.JPG
1 Allgegenwärtig San Jorge DSC_0261.JPG
Allgegenwärtig in dieser Stadt: San Jorge, der Heilige Georg, hier ein Bild in einer Kapelle
1 Bitte um ein Vaterunser DSC_0366.JPG
Detail im Waschhaus: Bitte um ein Vaterunser
Der edlen Spender der Kacheln und Erhalter der Stätte, der für sich und seine Familie um ein Gebet bittet, war Inhaber einer örtlichen Kartonagenfabrik.
1 altes Waschhaus DSC_0368.JPG
Das alte öffentliche Waschhaus /lavadero
1 Ajuntament DSC_0335.JPG
Das Rathaus / Ajuntament

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