Sizilien - eine italienische Reise

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pichichi
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Sizilien - eine italienische Reise

Beitrag von pichichi » So 21. Mai 2017, 13:10

"Mit dem neuen Leben, das einem nachdenkenden Menschen die Betrachtung eines neuen Landes gewährt, ist nichts zu vergleichen. Ob ich gleich noch immer derselbe bin, so mein' ich, bis aufs innerste Knochenmark verändert zu sein"
(Goethe an Charlotte v. Stein, 2. Dez. 1786)

Der Sprachgott, Dichter & Denker war nach seiner "Italienischen Reise", die ihn von Karlsbad über Verona, Vicenza, Venedig, Assisi, Rom und Neapel auch nach Sizilien führte, überzeugt davon, auf wahrhaft klassischem Boden gewandelt zu sein.
195 und 225 Jahre danach tun wir es ihm gleich und wandeln auf seinen Spuren.

Im Scirocco gen Süden

Unsere erste Sizilienfahrt zu Ostern 1981 war unser dritter Italientrip - nach der Hochzeitsreise, die uns ein paar schöne Herbsttage nach Rom führte und einer Adriawoche in Lignano, die wir auch für einen Abstecher nach Venedig nützten.

Natürlich war das damals Kilometerfressen par excellence, neun Tage nur standen für eine Gesamtstrecke von 4500 km zur Verfügung, Anreise und Rückreise fraßen bereits vier davon, blieben knapp fünf zur Besichtigung dieser an Kulturschätzen und schönen Landschaften so reichen Insel. Immerhin schafften wir es, Taormina, Ätna, Catania, Syrakus, Modica, Piazza Armerina, Agrigent, Segesta, Trapani, Erice und Monreale ins dichte Itinerar zu quetschen, da blieb naturgemäß für Erholung und Entspannen an der Küste keine Zeit. Man war jung und belastbar und gierig, möglichst viel Interessantes in den kurzen Ferien aufzusaugen...

Im Jaguar gen Süden

Dreißig Jahre später ist aus dem Junglehrer ein jubilado geworden, der ob Goethe`scher Sehnsüchte zurück will an die Orte, für die vormals zu wenig Muße und Kontemplation vorhanden war. Die Anreise führte - wie im Kroatienbericht geschildert - über die Jadranska Magistrale, die Fähre der Jadrolinija brachte uns von Dubrovnik nach Bari, sodann folgten endlose Baustellenkilometer - die Mezzogiornoautostrada wird de facto völlig neu errichtet, auch die vielen Tunnels! - runter an die Stiefelspitze bis Villa San Giovanni, dem Fährterminal für Sizilien.

Wir haben Glück als wir ankommen, denn eine Fähre wartet noch extra auf uns und es wird beim Auffahren klar warum: um die Mittagszeit außerhalb der Saison nämlich ist so gut wie nichts los, auf dem Riesendeck verlieren sich gerade fünf Fahrzeuge. Wir haben auch gleich die Rückfahrt bezahlt, zwei Strecken für jeweils zwei Erwachsene plus Auto kommen so auf € 67.

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Messina

Im Hafen von Messina legen wir nach knapp 25 Minuten an und suchen mit der Bordnavigation eine Weg durch die etwas herabgekommene Gegend. Auf einer vielspurigen Verbindungsstraße zur Umfahrungsautobahn bekommen wir erste Eindrücke von der Fahrweise der Einheimischen: da wird forsch geschnitten und überholt, doppelte Sperrlinien sind bloß Makulatur, die Rotlichter der Ampeln gerade einmal eine unverbindliche Empfehlung. Die Technik besteht wie wohl auch in Rom und Neapel darin, entstehende Lücken zu antizipieren und rasch zu schließen, was hinter oder seitlich einem vorgeht, interessiert niemanden, Vorrang hat wer die Nase vorn hat. Wie so oft kommt man mit der Devise "drive as the locals do" am effizientesten weiter, zum Vogelzeigen oder sogar Birdflippen per Mittelfinger für besonders stupide Piloten bleibt gar keine Zeit, allzu defensives Fahren hingegen macht einen zum veritablen Verkehrshindernis, man bleibt im Quirl quasi über, also empfiehlt sich ein kurzer Adrenalinschub und ab ins kurze Abenteuer, wir haben es ohne einen Kratzer überstanden, die Blechkleider der heimischen Cinquecentos, Puntos und Pandas, die sich dieser Verkehrshölle täglich stellen müssen, sehen hingegen entsprechend ramponiert aus...

Im Resort Aranceti di Cefalu

Nach neunzig Minuten Fahrt auf der teilweise mautpflichtigen A 20 erreichen wir das malerische Städtchen Cefalu, in dessen westlichem Vorort Mazzaforno wir in einer weitläufigen Hapimaganlage für sechs Nächte unterkommen. Freunde aus Vorarlberg besitzen Timeshareaktien dieser Gesellschaft und haben uns netter Weise eingeladen, wir revanchierten uns mit der Anmiete eines Leihautos von Hertz und einem Abholdienst vom doch recht weit entfernten Flughafen von Trapani, der wegen seiner Verbindungen nach Memmingen und Valencia mit dem Billigflieger Ryanair die perfekten Anschlüsse für unsere Freunde bot.
Die Anlage ist gewohnt schweizerisch perfekt organisiert, sauber und adrett mit einer herrlichen Lage über einer Bucht mit einem für diese Felsenküste raren Sandstrand. Die Bungalows liegen in Etagen in einem blühenden Garten, voller Bougainvillea-, Clematis-, Hibiskus-, Frangipani- und Jacarandabäume, dazwischen gibt es auch jeweils einen Orangen- und Feigenhain, letzterer hat zum Zeitpunkt unseres Besuchs gerade reife Früchte. Der Bungalow ist mit 37 m² großzügig bemessen und ebenso modern wie effizient eingerichtet, die Betten sind bequem, die Küche ist bereits mit den wichtigsten Utensilien bestückt, das Flachbildgerät im Wohnbereich strahlt neben einigen italienischen vertraute deutsche und schweizerische Kanäle aus, aber auch anderssprechende Zungen werden versorgt, W-Lan ist selbstverständlich, ebenso wie die drei Mülltrennbehälter und der Wäschetrockenständer auf der Terrasse.

Nachdem wir einige Nahrungsmittel, Wein und Wasser für ein erstes karges Mahl bereits in einem Supermarkt in der Stadt besorgt hatten, ergänzen wir die vergessenen Dinge im etwas kostspieligeren Minimarkt neben der Rezeption. Danach machen wir einen ersten Strandspaziergang und verzehren später bei herrlich lauen Temperaturen auf unserer Terrasse Salami, Mortadella, Dolce Latte und eingelegte Porcini zu Bier und ein paar Gläsern lokalen Amaro-Rotweins aus einem Fünfliterglasgebinde mit Henkel. Normalerweise kaufe ich ja die Standardbouteille, aber dieses Angebot aus dem Sidis Superstore war einfach extrem günstig für € 7,50 ....und ja, der Wein war ausgezeichnet.

Segesta, Erice und Trapani

Tags darauf nehmen wir im geliehenen Punto auf der Fahrt nach Westen einen Abstecher zu einem der besterhaltenen dorischen Tempel überhaupt, dem von Segesta, der aus dem 5. Jahrhundert vor Christi stammt. Am Monte Barbaro gegenüber liegt ein schönes Amphitheater, das heute wieder bespielt wird und einen grandiosen Blick auf die Küstenstadt Castellammare del Golfo bietet.

Danach geht es bis auf 751 Meter Seehöhe auf den Monte Erice östlich von Trapani, die Stadt besitzt wunderbar erhaltenes mittelalterliches Flair und war schon während des ersten Punischen Krieges Stützpunkt von Hamilkar Barkas`, dem Vater Hannibals. Der Ausblick auf Trapani und die vorgelagerten Ägadischen Inseln ist einfach fantastisch, wir nehmen uns viel Zeit und kommen zum Abholen unserer Freunde am Airport eine halbe Stunde zu spät, aber auch weil die Ryanair wieder einmal überpünktlich war...
Ausflug nach Agrigento

Beim Versuch, an einer Automatentankstelle aufzufüllen, fluche ich über die offensichtliche italienische Abzockermentalität: ohnehin vorsichtig schiebe ich einen Zwanziger - bei einem Literpreis von € 1,65 - hinein und beginne zu tanken, als schon nach zwei Litern der Zapfhahn abschnappt und mir die Anzeige mitteilt, der Tank sei leer und ich möge am nächsten Morgen wieder kommen um den Rest einzufüllen, was ca. 350 km Hin-und-Zurück bedeutet hätte. Da an diesem Sonntag auch telefonisch niemand zu erreichen ist versuche ich mein Glück in einem chinesischen Ramschladen, wo aber niemand daran interessiert ist, mir das Restguhaben in bar zu geben, so mache ich mich mit wenig Illusion daran, einen heimischen Autofahrer aufzuhalten und ihm den Bon anzubieten, schon der dritte Fahrer erweist sich als Glückstreffer und zahlt mir freundlich das Guthaben aus....

Östlich dieser südsizilianischen Stadt liegt das Valle dei Templi, eine riesige archäologische Zone mit hervorragenden Werken griechischer Baukunst, hier könnte man glatt eine ganze Woche mit der Besichtigung der Tempel, der Stadtmauerreste und der Grabmäler verbringen, unseren beiden nicht allzu kulturhistorisch interessierten Freunden zeige ich die beiden wichtigsten Tempel, den der Hera und vor allem den jüngst aufwändig restaurierten der Concordia, neben den dorischen Tempeln Theseum in Athen und dem Poseidontempel in Paestum, den wir nach dieser Woche in Sizilien auf dem Weg zur Fähre wieder "mitnehmen", der besterhaltene Tempel der griechischen Antike.

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Spaziergang in Cefalú

Parkplätze in Altstadtnähe sind keine vorhanden daher stelle ich den Punto am Strand ab, von wo wir 10 Minuten zu Fuß ins Zentrum wandern, unzählige Souvenirshops säumen die schmalen Gässchen, Lokale mit menu turistico, aber auch kleine Handwerksbetriebe und Läden mit regionalen Produkten wie Limoncello, Feigenmarmelade oder Arancini.

Am Domplatz treffen wir auf den Trubel einer Hochzeitsgesellschaft, sodass wir zuerst den Kreuzgang besichtigen und erst danach die schöne Kirche, die unter dem Normannenkönig Roger II ihren Baubeginn hatte. Wir bummeln weiter durch enge Gässchen, wo noch die Wäsche zum Trocknen zwischen den Häusern aufgehängt wird, weichen dabei wild herumkurvenden Vespas und Piaggios aus und fallen schließlich in eine winzige Vinothek zwecks Verkostung des sizilianischen Weinangebots, die Freunde kaufen eine Magnum vom Amaro nero, wir sind ja mit unserem Ballon noch gut versorgt.

Ätna und Taormina

Was wäre ein Sizilienbesuch ohne eine Fahrt auf den zur Zeit besonders aktiven Feuerberg? Wir starten früh, damit wir die meist nachmittags einfallenden Wolken vermeiden, haben aber diesmal das Pech, nach der Auffahrt mit der Seilbahn ab 2500 Meter im Nebel zu stehen, worauf wir uns in der Berghütte ein Video mit der historischen Entwicklung des Vulkans und Bildern seiner jüngsten Eruptionen zu sehen.
Ganz anders war es beim Erstbesuch zu Ostern 1981, da fuhren wir bei Prachtwetter die Serpentinen bis zum Rifugio rauf, konnten den leicht rauchenden Krater gut ausmachen, nächtigten auch dort, um am nächsten Morgen einen halben Meter Schnee vorzufinden, bis sich der Pflug zu uns raufgekämpft hatte war es Mittag! Die Abfahrt damals mit dem sommerbereiften Scirocco war ein Hasardspiel, denn gestreut wurde nicht, sodass wir einige Kehren im Schritttempo nehmen mussten um nicht irgendwo in die geräumten Schneemassen zu schlittern...

Taormina hat eine ungemein prächtige Lage an der Ostküste Siziliens. Maler haben die Stadt berühmt gemacht und neben Goethe Persönlichkeiten wie Wilhelm II und Kaiserin Sisi sowie Oscar Wilde, D.H. Lawrence und Richard Strauss angelockt, später tummelten sich auch Society- und Filmstars wie die Garbo und die Dietrich hier, um das milde Klima und den herrlichen Ausblick - so vorhanden - auf den Ätna und das weit unten liegende Mittelmeer zu genießen. Der Hauptanziehungspunkt dieses pittoresken Städtchens ist neben seiner quirligen Altstadt sein griechisches Amphitheater, wohl auch wegen des fanastischen Rundumblicks. Wir drehen bei der Auffahrt gleich mehrere Runden ohne Aussicht auf einen legalen Parkplatz und die Garagen am Fuß des Berges sind uns zu weit weg, als ich dann das dritte Mal am Busbahnhof vorbeifahre entdecke ich gegenüber eine kleine private Standfläche, man sagt dem Besitzer wann man den Wagen wieder abholt und er parkt ihn dann nach System ein, von hier haben wir wenigstens keinen schweißtreibenden Anstieg zum Theater mehr.

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Auf dem Heimweg nach Cefalú wollen wir nicht auf der A 20 dahinpreschen sondern gondeln gemütlich durch das Hinterland am nördlichen Fuß des Vulkans, bald wird es gebirgig in den Monti Nebrodi und die jetzt einsamen Straßen der berühmt berüchtigten Rallye Targa Florio müssen in engen Kehren genommen werden - was für ein Kontrast zur überlaufenen Küste!

Am späten Nachmittag wollen wir in unsere Bucht, um etwas zu entspannen, als plötzlich ein Mordsgewitter losbricht und da es geschlagene zwei Stunden dauert, wird es uns in der luftigen Strandbar, die durch die Wassermassen und den heftigen Sturm nicht mehr dicht ist, zu ungemütlich, wir flüchten daher in strömendem Regen nur in der Badekleidung in unseren Bungalow. Als wir abends zum Dinner im resorteigenen Restaurant gehen, strömt von den vielen Blüten ein betörender Duft aus....

Panarea und Stromboli

Mein liebend Weib und die Freunde wollen daher am nächsten Tag den versäumten Strandbesuch nachholen, während ich einen Ausflug mit einem Tragflächenkatamaran zu den Liparischen Inseln Panarea und Stromboli antrete.
Der Seegang ist gering, daher schießt das Boot mit fast 40 Knoten übers Tyrrhennische Meer, nach zwei Stunden taucht an Backbord die westlichste Insel, Alicudi, auf, es folgen Filicudi und Salinas, bevor wir an Steuerbord Lipari und Vulcano vorbeiziehen sehen. Nach einer weiteren halben Stunde fahren wir in den Miniarchipel von Panarea ein, dem neben der Costa Smeralda auf Sardinien beliebtesten Sommertreff wohlhabender Italiener. Hier nehmen wir das inkludierte Mittagessen ein und spazieren danach durch die Gassen des Dorfes San Pietro bevor es zu den schroffen Felsklippen von Basiluzzo geht, wir staunen über den durch Erosion glattgeschliffenen Rest eines Kraterrandes und noch mehr über die wahrnehmbaren Gasaustritte an der Meeresoberfläche, die kundtun, dass hier höchst lebendige Vulkane auch unter Wasser aktiv sind.

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Jetzt halten wir auf den steil aufragenden und mit einer Rauchfahne versehenen Kegel Strombolis zu, gehen im Hafen von Bord und machen einen Rundgang durch die drei Ortschaften im Nordosten der Insel, wir sehen das Haus, in dem 1949 die Bergman und Rosselini während der Dreharbeiten zu "Stromboli" wohnten, treffen Vulkanologen der Hamburger Universität, beobachten Bergwanderer, die sich auf den abendlichen Kratersturm vorbereiten und staunen über die wohl teuerste Tankstelle Europas, wo der Sprit sagenhafte € 1,93 kostet! Gut, die Sache relativiert sich dadurch, dass das Straßennetz hier kaum 15 Kilometer umfasst und die meisten Einheimischen ohnehin nur per Vespa unterwegs sind, die Autos dort kann man wohl an einer Hand abzählen...
Pünktlich zum Sonnenuntergang legen wir wieder ab um den Höhepunkt dieser Fahrt zu erleben - die vulkanischen Aktivitäten an der im Nordwesten der Insel gelegenen Sciara del Fuoco, der Feuerrutsche, die nächtens absolut spektakulär sind und in einer Häufigkeit von Fünfminutenabständen zu beobachten sind. "Ohs & Ahs" sind quer über unser Schiff zu vernehmen, wenn der Gipfel kurz rot aufglüht und dann erkaltendes Magma die Feuerrutsche hinuterkollert, ein starkes Teleobjektiv an einer schnellen SLR wäre nett gewesen um die spektakulären Motive auf die Speicherkarte zu bannen. Um 21 Uhr werden wieder die Motoren angeworfen und die flotte Rückfahrt bringt uns gegen 23 Uhr nach Cefalú zurück.

Monreale und Palermo

Diesen Ausflug unternehmen wir per Bus, weil sowohl Monreale als auch Palermo üblicher Weise regelmäßig im Verkehr ersticken und Parkplätze kaum vorhanden sind
Die normannische Kathedrale aus dem 12. Jahrhundert mache ich taxfrei zur schönsten Kirche, die ich kenne - noch vor dem Petersdom, Notre Dame und dem Mailänder Dom. Allein die mehrere tausend Quadratmeter Fläche byzantinischer Goldgrundmosaike an den Innenwänden, die die Geschichte des Alten und Neuen Testaments darstellen, sind die Reise dorthin wert, vom romanischen Kreuzgang und dem Bronzetor Pisanos ganz zu schweigen.

Als wir nach diesem Highlight die Fahrt nach Palermo antreten, ist die gesamte Busgesellschaft noch immer benommen von den gewaltigen Eindrücken, die schmutzige und stinkende Großstadt ist danach die sprichwörtliche Faust aufs Auge. Natürlich besitzt Palermo einen stattlichen Dom, ein paar schöne Brunnen wie die Quattro Canti und frisch renovierte Palazzi, aber mehrere Erdbeben im 18. und 20. Jahrhundert haben von den originalen klassischen Bauwerken wenig übriggelassen, man täte also gut daran, die Besichtigungen umzudrehen, vor allem, weil wir bei der Heimfahrt eine geschlagene Stunde in der Rushhour herumstehen mussten.

Ciao, Sicilia

Wir wären noch gern wie unsere Freunde eine Woche in dem wunderschönen Hotelresort geblieben, die Fähre aber von Civitavecchia nach Barcelona ist fix gebucht und wir treten die 900 km Fahrt dorthin über den Nationalpark Cilento an, eine wenig bekannte, dafür umso schönere Gebirgswaldzone am kampanischen Küstenstreifen zwischen Sapri und Agropoli, nach Vergil soll Äneas am Cap Palinuro erstmals italienischen Boden betreten haben, als er seinen ertrunkenen Steuermann dort am Strand beerdigen ließ.

Ich schließe mit der Einsicht des großen Dichters:
„Erst wenn Sizilien gesehen ist, ergibt sich das ganze Italien...“. (J.W.v.G.)

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Re: Sizilien - eine italienische Reise

Beitrag von Josefine » So 21. Mai 2017, 13:57

:)

Danke für Deinen interessanten Reisebericht über Sizilien. :)
Das erste Bild kam mir doch sehr bekannt vor. In Messina hatte unser Kreuzfahrtschiff auch schon mal angelegt.

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Wer lebt, sieht viel. Wer reist, sieht mehr.
Gruß Josefine

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Re: Sizilien - eine italienische Reise

Beitrag von pichichi » So 21. Mai 2017, 15:09

interessant, beim Spruch an der Mariensäule "Wir segnen euch und die Stadt" hat jemand das "U" gestohlen, oder ist ist schlicht abgefallen... B-)

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Re: Sizilien - eine italienische Reise

Beitrag von Citronella » So 21. Mai 2017, 15:26

Hallo pichichi,

flott geschrieben ;;) eigentlich möchte man gleich die Koffer packen und es euch gleichtun ....

Danke für diesen schönen Reisebericht!

Saludos
Citronella

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Re: Sizilien - eine italienische Reise

Beitrag von Oliva B. » Mo 22. Mai 2017, 21:42

Citronella hat geschrieben:Hallo pichichi,

flott geschrieben ;;) eigentlich möchte man gleich die Koffer packen und es euch gleichtun ....

Danke für diesen schönen Reisebericht!

Saludos
Citronella
Da kann man sich nur anschließen, Zitrönchen.

@ pichichi

Danke, dass wir fast "hautnah" dabei sein durften, inklusive Verkehrschaos, Wein auf der Terrasse und Automatentankstelle.... >:d<

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Re: Sizilien - eine italienische Reise

Beitrag von nixwielos » Di 23. Mai 2017, 06:15

Oliva B. hat geschrieben:
Citronella hat geschrieben:Hallo pichichi,

flott geschrieben ;;) eigentlich möchte man gleich die Koffer packen und es euch gleichtun ....

Danke für diesen schönen Reisebericht!

Saludos
Citronella
Da kann man sich nur anschließen, Zitrönchen.

@ pichichi

Danke, dass wir fast "hautnah" dabei sein durften, inklusive Verkehrschaos, Wein auf der Terrasse und Automatentankstelle.... >:d<
DITO, LIEBER HERBERT >:d<
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Re: Sizilien - eine italienische Reise

Beitrag von camahewe » Sa 30. Jun 2018, 14:40

Uns hat es im Laufe unserer diesjährigen Sizilienreise auch nach Stromboli gezogen. Zwar hat der Ätna ganz leicht geraucht, aber einen tätigen Vulkan zu erleben ist halt etwas ganz anderes. Wir fuhren mit dem Schnellboot von Milazzo aus in etwa zweieinhalb Stunden nach Stromboli.
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Sie muss hier bleiben.
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Sie schmeckte herrlich.
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Pizzeria da Giovanni
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Die Kirche San Vicenzo
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Der "müde Giovanni" aus Australien.
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Die Rast des Kriegers.
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Am nächsten Morgen hiess es Abschied nehmen. Der Stromboli schickte noch einmal eine Rauchwolke.
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Ca alle 20 Minuten erfolgt eine grosse Erruption, und so habe ich sie erwischt.
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und einer neugierigen Ziege.
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Leider blies der Scirocco so stark, so dass die Fischer mit ihren Booten an Land blieben. Deshalb begaben wir uns am Abend zu Fuss zu einem Aussichtspunkt, vorbei am schwarzen Strand...
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Am Hafen warten jede Menge solcher Fahrzeuge, denn die Gassen sind sehr eng. Egal wie weit man fährt, es kostet einfach 10 Euro.
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Der Strand von Stromboli mit dem unbewohnten Inselchen Strombolicchio.
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Der Stromboli taucht auf.
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Zuletzt geändert von Oliva B. am So 1. Jul 2018, 17:47, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Fotos eingefügt.

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Re: Sizilien - eine italienische Reise

Beitrag von nixwielos » Sa 30. Jun 2018, 18:32

Danke für die schönen Impressionen >:d< und Gratulation zur Eruption ;;)
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Re: Sizilien - eine italienische Reise

Beitrag von Citronella » Sa 30. Jun 2018, 19:15

Sehr schöne Ergänzung @ camahewe >:d<

Sizilien würde mich auch reizen...

Saludos
Citronella

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Re: Sizilien - eine italienische Reise

Beitrag von Oliva B. » So 1. Jul 2018, 18:11

Liebe/r :?: camahewe,

ich habe deine Fotos noch etwas "gerade gerückt", damit sie besser zur Geltung kommen, und bedanke mich - auch im Namen der interessierten, aber meist stillen Genießer, für die Eindrücke, die du für uns alle vor der Stiefelspitze Italiens gesammelt hast. >:d<

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