Das Franco-Monument in San Lorenzo (Valle de los Caídos)

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Re: Das Franco-Monument in San Lorenzo (Valle de los Caídos)

Beitrag von Miesepeter » Do 1. Nov 2018, 10:11

Womit sich der Reg.-Präs. Sanchez Sympathien schaffen und sogar die Umbettung per Gesetz ezwingen wollte, stellt sich als ein weiterer Schuss nach hinten heraus. Regierung, Erzbistum und Familie samt Franco-Stiftung sind hoffnungslos zerstritten. Dabei hat die Regierung noch die schlechtesten Karten, denn ihren Einwirkungsmöglichkeiten sind sehr enge Grenzen gesetzt. Die Familie Franco erwarb vor vielen Jahren eine Familiengruft in der Almudena-Kathedrale in Madrid, wo bereits einige Mitglieder beigesetzt sind. Dort auch die Gebeine des Diktators ruhen zu lassen wäre die einfachste Lösung. Gerade das will aber die Regierung verhindern, aber gar keine Befugnisse dazu in der Hand und sich also selbst in eine Sachgasse hineinmanövriert hat. Der Erzbischof gibt sich unparteiisch und die Familie (nit allen Assen in der Hand) schaut dem Treiben zu, denn sie hat nichts zu verlieren, und spielt mit dem Regierungschef wie die Katze mit der Maus, die keinem für sie guten Ende entgegensieht. Wie gesagt, Totgesagte leben länger.
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Re: Das Franco-Monument in San Lorenzo (Valle de los Caídos)

Beitrag von Miesepeter » Mo 17. Dez 2018, 07:45

Und es geht weiter: heute entscheidet das Oberste Gericht (vglw. BGH) über einen Antrag der Familie Franco bzgl. Aussetzung per Einstweiliger Verfügung der durch eine Regierungs- (Gesetzes-) Verordnung verfügten Umbettung des toten Diktators, nachdem der Regierungspräsident Sanchez grosschnäuzig verkündet hatte, die "Sache" vor Jahresende erledigt zu haben. Daraus wird wohl nichts, denn eine Entscheidung der Richter über die eingelegten Rechtsmittel gegen besagte Verordnung wird einige Zeit in Anspruch nehmen. Fortsetzung folgt.
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Re: Das Franco-Monument in San Lorenzo (Valle de los Caídos)

Beitrag von Miesepeter » Mo 17. Dez 2018, 19:36

Der Verwaltungssenat des ob. Gerichts hat den Antrag mit der Begründung abgewiesen, dass bisher gar kein Auftrag fúr die Exhumierung ergangen ist und somit kein handlungsbedarf entsteht. Der Regierungspräsident hat prompt reagiert und die "Erledigung" für Ende Januar prophezeit. Ausserdem will er die Legislaturperiode aussitzen und bis 2020 im Amt bleiben, was aber gar nicht sicher ist. U.a. steht die Abstimmung des Haushaltsplanes für 2019 aus, für den er allen Voraussagen nach nicht genug Stimmen bekommen wird - es geht lustig weiter.
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Re: Das Franco-Monument in San Lorenzo (Valle de los Caídos)

Beitrag von balina » Di 18. Dez 2018, 01:59

Ich lach mich schlapp. Ist ja fast so wie in Berlin.

Dort will "Die Linke" zwei private Wohnungsgesellschaften per Beschluß enteignen. Grundlage dafür soll der Artikel 15 des Grundgesetzes sein.

Auch das ist lustig. Wobei die beiden Wohnungsgesellschaften wirklich nicht lustig sind. Der Grundsatz "Eigentum verpflichtet" ist bei ihnen nicht bekannt.

Auch da bin ich gespannt, was draus wird, denn "Die Linke" ist Koalitionär der Berliner Landesregierung.
_____________
lieben Gruß
balina

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