Kulturabbau in Spanien

Bildende und darstellende Kunst, Musik und Literatur
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Oliva B.
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Kulturabbau in Spanien

Beitrag von Oliva B. » Mo 2. Dez 2013, 10:25

Künstler in Spanien haben es schwer! Um die vereinbarten Defizitziele zu erreichen und um an frische Gelder zu kommen muss die spanische Regierung sparen, genauso wie die Spanier, von denen jeder vierte arbeitslos ist.

Seit der großen Wirtschaftskrise wird weniger Gage gezahlt, gibt es weniger Konzerte, Festivals und Stipendien. Immer mehr Künstler sind auf Geldinstitute (Stichwort: notleidende Banken!!!! :evil: ) als Sponsoren angewiesen. Sie können sich nicht mehr frei entfalten, denn sie müssen sich nach den Wünschen der Auftraggeber richten, die ihre Werke bezahlen.

Zitat des spanischen Konzeptkünstlers Santiago Sierra, das die Sueddeutsche am 24.6.2013 veröffentlichte:

  • "Der eigentliche Kunstmarkt aber hat Spanien inzwischen verlassen - wie beinahe alle Künstler, die Beine haben."

Im letzten Jahr hatte die Regierung Rajoy die Mehrwertsteuer auf Kunst von acht auf 21 Prozent erhöht. Dazu schrieb El País im September: "Spanien ist das einzige Land, das diese Steuer den Künstlern berechnet". Kürzungen mussten in den letzten drei Jahren auch so bekannte Museen wie der Prado (von 47 Mill. auf 38 Mill. Euro) und das Madrider Reina Sofia-Museum (45 Prozent weniger) hinnehmen.

Zu diesem Thema ein Artikel aus der Basler Zeitung:

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Re: Kulturabbau in Spanien

Beitrag von pichichi » Mo 2. Dez 2013, 10:36

Wem, meine Liebe, sagst du das?

Die haben doch hier in Torrevieja ein auditorio conservatorio internacional - quasi eine Multikultifunktionshütte mit 2 Sälen für insgesamt 1836 Besucher! - hingestellt, wobei die Baulöwen der PP wie üblich mitgeschnitten haben, dass aber für ein künstlerisches Programm nicht ein einziger Cent zur Verfügung steht, stört offenbar niemanden...

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