Das Madrider Theater eines der ärmsten Opernhäuser

Bildende und darstellende Kunst, Musik und Literatur
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Oliva B.
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Das Madrider Theater eines der ärmsten Opernhäuser

Beitrag von Oliva B. » Do 22. Nov 2012, 23:01

  • Infolge der Sparpolitik in Spanien lägen die Subventionen der Madrider Oper auf dem Niveau eines zweitklassigen Theaters in Deutschland, meinte der künstlerische Direktor des Opernhauses, Gérard Mortier. Berliner Morgenpost

Cozumel
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Re: Das Madrider Theater eines der ärmsten Opernhäuser

Beitrag von Cozumel » Fr 23. Nov 2012, 08:32

Sollte noch jemand Zweifel haben, welcher Stellenwert Kultur in Spanien hat, muss man nur vergleichen wieviel Geld in Fussballvereine gepumpt wird.
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Re: Das Madrider Theater eines der ärmsten Opernhäuser

Beitrag von kala » Fr 23. Nov 2012, 19:34

Man braucht nicht bis Madrid zu fahren um das feststellen zu können. Valencia, Teatro principal reicht vollkommen!!! Die wären froh über die 2. Klasse (wobei das nicht auf die Darsteller zutrifft - die sind durchaus sehenswert) Und es ist ja nicht so, dass ein Theater von heute auf morgen verkommt. Das geht über Jahre und vor einigen Jahren ging es auch Valencia noch besser - man hat aber lieber den Hafen für eine Segelregatta ausgebaut und Millionen für Formel 1 ausgegeben usw....
Theater steht nicht vorn. Aber "zum Glück" reicht ja das Geld noch für den Stierkampf.
lg
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Re: Das Madrider Theater eines der ärmsten Opernhäuser

Beitrag von Montemar » Fr 23. Nov 2012, 19:46

kala, ich stimme Dir voll und ganz zu. Nicht zu vergessen, die rausgeschmissenen Gelder für nie in Betrieb genommene Flughäfen. Aber es gibt auch zu viele Kulturbanausen...

LG
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Re: Das Madrider Theater eines der ärmsten Opernhäuser

Beitrag von kala » Sa 24. Nov 2012, 13:33

ich denke am Theater lässt sich deutlich weniger verdienen. Es fliessen keine Schmiergelder und man kann keine Aufträge (oder nur begrenzt) an irgendwelche Freude und Bekannten weiterreichen.... ein endloses Thema. Es ist wirklich armseelig. ich kenne viele Ausländer, die inzwischen der Kultur wegen in ihre Länder fahren um mal wieder eine Opter oder ähliches anzusehen. Sehr schade.
lg
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Re: Das Madrider Theater eines der ärmsten Opernhäuser

Beitrag von polarstern » So 25. Nov 2012, 14:28

Man kann mit einem Operntheater nichts verdienen, es läuft alles durch die Subvention und Sponsorengelder. Aber Madrid ist weit weg von einem armen Opernhaus. Madrid hat immer berühmte Sänger und Regisseure engagieren können und die Gagen sind sehr hoch gewesen. Ich war in Madrid zum letzten Mal vor einigen Jahren eine Vorstellung anzuschauen und es war schlicht grandios, so viel Geld kann nur München, Berlin, Hamburg oder Frankfurt in eine Opernvorstellung ausgeben. Es gibt also Sparpotential bevor es sichtbar auf das Niveau schlägt. Alle Theater und andere Kulturinstitutionen in Europa müssen jetzt sparen, es wird in allen europäischen Länder gekürzt.
Es ist, wie es ist.

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