Immer mehr Tiere werden ausgesetzt

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villa
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Re: Immer mehr Tiere werden ausgesetzt

Beitrag von villa » Do 8. Dez 2016, 01:09

Ich finde auch dass sich schon viel getan hat, auch bei den Jägern zumindest einigen wird es langsam besser.....aber...gerade heute passiert. Ich komm auf den Hundeplatz, ein junger Mann mit Pitbull ist da und nimmt seinen Hund gleich an die Leine, ...er ist nicht immer lieb.

Ich frage dann mal, warum sieht man hier so viele Pitbulls? Sie sind schön und nett ist die Antwort. ....muss aber an die Leine weil Herrchen Schiss hat das was passiert.

Der Hund ist noch recht jung und natürlich nicht kastriert, also ich frage weiter, warum. ... ER ist ein Mann und soll seinen Potenz behalten, klar ist ja auch ein Mann der das sagt. Ich antworte, ok, aber er darf ja gar nicht, ist doch auch nicht lustig wenn man will aber nicht darf. Da erzählt er mir dass der Hund bereits mit 8 Monaten sich eine Dame von 11 Jahren geschnappt hat, leider gab,s nur ein totes Baby ( ich hab so für mich gedacht, zum guten Glück)
Sorry aber so was macht mich sauer, man kann sich einen Rassehund leisten, will ihn aber nicht Kastrieren ( manchmal hab ich bei Männern das Gefühl das ist als würde man ihnen die Eier wegnehmen ) und dann auch noch nicht aufpassen. Da könnt ich schreien.

Also alles eine Sache der Haltung. Im Moment hab ich hier so wie so das Gefühl dass Pitbulls ( oder ähnliche Rassen) sehr hoch im Kurs sind. Man kann nur hoffen dass die Halter wissen welche Verantwortung sie haben. Vor ein paar Jahren waren Husky's mal in Mode.... so ein Blödsinn in diesem Land, die armen Tiere sind nun wirklich nicht für die Hitze gemacht. Vor vielen Jahren waren es Doggen, die haben die Hitze auch schlecht vertragen und sind dann meist schnell verstorben.

Gerade heute hab ich gelesen dass hier in Calpe ein Hund und sein Herrchen gebissen wurden. Die Beisser kamen über die Mauer in den Garten, haben seinen Hund angegriffen und als der Halter ihn verteidigen wollten ihn gleich mit. Muss wohl ein Quartier sein in dem es einige agressive Hunde hat, die Nachbarn haben teilweise Angst den Müll weg zu bringen, begründet oder nicht, aber so ist ein Zusammenleben von Mensch und Tier wirklich nicht einfach. Wer einen Hund hat, hat auch Verantwortung...von den Hundehaufen reden wir da nun nicht.
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Re: Immer mehr Tiere werden ausgesetzt

Beitrag von Shivalu » Do 8. Dez 2016, 08:43

Da stimme ich uneingeschränkt zu!

Und ja, ich sehe auch immer mehr "Kampfhunderassen". Sieht ja auch "cooler" aus, als wenn man mit einem kleinen Pudel durch die Gegend läuft.

Bei vielen wird es ein "günstig zu haltendes" Statussymbol sein, so a la "seht her, ich bin so groß und stark und toll, dass ich so einen Hund haben kann!". Zumindest im Unterbewusstsein, zugeben würde sowas wohl nie jemand.

Da habe ich aber auch gerade einen Fall in Deutschland. Junge Familie mit Haus und Garten. Die haben sich einen großen Mischlingsrüden geholt (hier immerhin kastriert, soweit ich weiß, ist ja doch in Deutschland Standard). Wenn man mit so einem Tier nur nicht raus geht, es ein wenig auslastet, sondern aus Spaß auf Tauben hetzt. Da versteht der Hund (ohne Erziehung) natürlich nicht, warum er die Kinder im Haushalt nicht mit schnappen,...etc. erziehen darf. Mal sehen wo das noch hinführt, die sind auch unbelehrbar!!!

Manchmal frustrierend, aber niemals aufgeben :) Schön dass du den Mut hattest ihn auszufragen :)

lG, Angela

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Re: Immer mehr Tiere werden ausgesetzt

Beitrag von Atze » Do 8. Dez 2016, 12:31

Ich dachte, dass die "gefährlichen Rassen" in E Maulkorb und Leine tragen müssen. Auf einem Hundeplatz mag das aber anders sein, sollte eigentlich auch anders sein, denn da soll ja der Hund sozialisiert werden. - Oder habe ich den Begriff Hundeplatz falsch verstanden?
Eigentlich sind ja die sog. Kampfhunde mal gezüchtet worden, gegen andere Tiere zu kämpfen - und keinesfalls gegen Menschen. Dafür gab es ja Schutzhunde. Und von denen werden auch mehr Beißfälle bei Menschen gemeldet.
Schon ein Yorkshire ist ein "Kampfhund" -> gegen Ratten.
Problematisch wurde es dann, als speziell für Hundekämpfe gezüchtet wurde: Da kamen die imho fehlgezüchteten Produkte heraus. Mit extremer Beißkraft und sehr unempfindlich gegen Schmerzen. Und zudem noch mit einer verringerten Mimik, die eine Sozialisation mit Mensch und Hund schwieriger macht. Wenn sie aber richtig sozialisiert sind, sind sie meist außerordentlich lieb und gegen Menschen zumindest sehr harmlos.
1.)Deswegen bin ich der Meinung, dass alle Besitzer der sog. Problemhunde (Das sind alle Hunde, die durch Körperkraft und Größe gefährlich werden können), eine Schulung mit Eignungstest machen sollten, sonst darf er einen solchen Hund nicht halten.
2.) Und der Hund sollte einige Stunden auf dem Hundeplatz mit nachfolgender Prüfung nachweisen können, sonst muss er leider mit Leine und Maulkorb gehen.
LG Atze

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Re: Immer mehr Tiere werden ausgesetzt

Beitrag von Atze » Do 8. Dez 2016, 12:50

Miesepeter hat geschrieben: Eine Lösung ist das Entfernen der Stimmbänder, eine andere die "Auslagerung" in den nahen Wald oder was sich sonst anbietet. Und das ist die Realität. Und jetzt wollen ein paar (Langzeit- aber auf jeden Gäste) Urlauber aus dem Ausland das ändern - na, ich sehe da schwarz.
"Debarking" ist imho in der Europäischen Union verboten (und auch zunehmend in vielen Staaten der USA).
LG Atze

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Re: Immer mehr Tiere werden ausgesetzt

Beitrag von Shivalu » Do 8. Dez 2016, 15:47

Atze hat geschrieben:Ich dachte, dass die "gefährlichen Rassen" in E Maulkorb und Leine tragen müssen. Auf einem Hundeplatz mag das aber anders sein, sollte eigentlich auch anders sein, denn da soll ja der Hund sozialisiert werden. - Oder habe ich den Begriff Hundeplatz falsch verstanden?
Eigentlich sind ja die sog. Kampfhunde mal gezüchtet worden, gegen andere Tiere zu kämpfen - und keinesfalls gegen Menschen. Dafür gab es ja Schutzhunde. Und von denen werden auch mehr Beißfälle bei Menschen gemeldet.
Mit ein Grund, dass diese tolle Liste der Kampfhunde in Deutschland abgeschafft wurde.
In Spanien ist dies aber wirklich noch aktuell, habe allerdings noch keine offizielle Seite zu gefunden, wo dies vermerkt ist. Sobald ich wieder in der Praxis bin frage ich die dortige spanische Tierärztin mal zu der Gesetzgebung aus und werde berichten.

vG,

Angela

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Re: Immer mehr Tiere werden ausgesetzt

Beitrag von bini » Do 8. Dez 2016, 16:14

Hola tod@s,
villa
villa hat geschrieben:Sorry aber so was macht mich sauer, man kann sich einen Rassehund leisten, will ihn aber nicht Kastrieren ( manchmal hab ich bei Männern das Gefühl das ist als würde man ihnen die Eier wegnehmen ) und dann auch noch nicht aufpassen. Da könnt ich schreien.
Da hast du den Nagel auf den Kopf getroffen. Wir haben vor fast 12 Jahren unsere Hunde aus dem Tierheim geholt. Es sollten eigentlich zwei Jungs sein, aber am Ende wurde es ein "Er" und eine "Sie". Mein Mann und mein Sohn waren schokiert als ich denen sagte beide werden sterelisiert.

Ich glaube meine beiden "Männer" liefen eine Woche mit zusammengedrückten Knien durch die Welt, nachdem beide Hunde unters Messer kamen. :lol: :lol:

Nachdem die Hündin vor zwei Jahren leider von uns ging habe ich eine neue zu mir genommen. Als Sie zum ersten mal Läufig wurde, kamen , zu unserer Überraschung, beide Hunde voll auf Ihre Kosten und dass ganze ohne weitere Konsequenzensen. :lol: :lol:

Das halten von Pittbulls war eine Zeitlang sehr in Mode, besonders unter jüngeren Männern als "Macho-Statussymbol" nichts weiter. Mittlerweile kommen Labrador Hunde wieder in Mode :-( . Ich verstehe Leute nicht die Hunde als "Modeartikel" betrachten, aber im Weinberg des Herren wächst wohl von allem etwas. :((

Grüsse

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Re: Immer mehr Tiere werden ausgesetzt

Beitrag von sol » Do 8. Dez 2016, 16:22

Grundsätzlich :
Tiere aussetzen
ist wie
Familienmitglieder aussetzen
m.M.nach
man tut so etwas nicht!
Gruss Wolfgang

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Re: Immer mehr Tiere werden ausgesetzt

Beitrag von highgate » Do 8. Dez 2016, 16:23

IMG-20160825-WA0000.jpg
Unserem " Ausgesetzten " geht es auch sehr " schlecht " :-D :-D
Liebe Grüße, Hans-Jürgen

Es gibt keinen größeren Luxus, als nur das tun zu können,zu dem man Lust hat.

"Alt ist nur der, dessen Geist keine Leidenschaft mehr kennt." (Konfuzius)

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Re: Immer mehr Tiere werden ausgesetzt

Beitrag von nurgis » Do 8. Dez 2016, 19:35

Labrador war vor 15 Jahren schon mal "Modehund ".Es ist ein wunderbarer Hund. Ich suchte damals einen und das war sehr schwierig und teuer. Den ich fand, der war eine Seele von Hund. Treu, gehorsam und einfühlsam . Würde mir heute jemand aus dem Tierheim einen richtigen Labbi anbieten, ich fürchte dann würde ich trotz 2 Labbi-Mixen schwach.
Jedes liebe Wort macht`s Leben länger. (Hg)

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Re: Immer mehr Tiere werden ausgesetzt

Beitrag von Oliva B. » Do 8. Dez 2016, 21:15

Shivalu hat geschrieben:
Mit ein Grund, dass diese tolle Liste der Kampfhunde in Deutschland abgeschafft wurde.
In Spanien ist dies aber wirklich noch aktuell, habe allerdings noch keine offizielle Seite zu gefunden, wo dies vermerkt ist. Sobald ich wieder in der Praxis bin frage ich die dortige spanische Tierärztin mal zu der Gesetzgebung aus und werde berichten.

vG,

Angela
Hallo Angela,

das Königliche Dekret 287/2002, dem das Gesetz von 1999 zum "Besitz von potenziell gefährlichen Tieren" zugrunde liegt, führt acht Rassen auf:
Kreuzungen aus obigen Rassen gehören ebenfalls zu den "potenziell gefährlichen" Hunden, wenn sie die Merkmale von gefährlichen Hunden aufweisen. Mehr in diesem neuen Artikel: "Die acht Rassen gefährlicher Hunde in Spanien, die nicht jedermann halten darf" (Spanisch), lainformacion.com vom 14.10.2016.

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